Nachträgliche Reduzierung von Fließgeräuschen eines Abflussrohres

Ewald: "In einer 11,5 cm dicken Wand aus Porenbetonsteinen wurde ein schallreduzierendes Abflussrohr (100mm Durchmesser) eingebaut ,das das Abwasser des darüberliegenden WC entsorgt. Trotz Spezialrohr hört man die störenden Fließgeräusche. Eine zusätzliche Verkleidung der Wand mit Trittschalldämmplatten hat keine Verbesserung gebracht. Gibt es ein anderes Material (maximale Stärke 4-5 cm) z.B. Kork, das eine bessere Wirkung erzielt? Hat jemand eine bessere Lösung parat?"

Antwort von Johannes: "Hatte auch mal so ein ähnliches Problem. Habe einfach den Hohlraum mit trockenem Quarzsand aufgefüllt (Beim Einfüllen ab und zu mit einer Latte an dem Kasten oder dem Abflußrohr dranschlagen, damit sich der Sand gut setzt. Dieses Material ist schwer und verzehrt den Schall durch Reibung der Sandkörner aneinander. Alles andere dämmt nur hochfrequenten Schall. Hat hervorragend funktioniert. Das Rohr ging durch das Schlafzimmer unserer Untermieter! ACHTUNG: - Der Hohlraum muss dicht sein, sonst rieselt der Sand auch durch kleine Ritzen, die sich durch den Sanddruck weiten können. Man muss auch darauf achten, dass die Verkleidung dem Sanddruck standhält. Habe damals nur Gipsplatten mit Ansatzkleber an die Wand geklebt. Das hielt. Aber garantieren würde ich das nicht in jedem Fall.  Unbedingt darf das Rohr nirgends auf der Strecke die Wand berühren (Mörtelreste....), sonst ist die gute Schalldämmung sinnlos! Natürlich wird es möglicherweise irgendwo Beton berühren z.B. beim Durchgang durch die Betondecke. Das ist dann wohl nicht zu verhindern und auch nicht ganz so schlimm, weil Beton schwer ist. Es ist wie so oft im Leben: Man muss das Machbare machen und nicht weniger. Meist hat man dann Erfolg. Der zusätzliche Effekt ist, dass durch einen so aufgefüllten Hohlraum garantiert keine Zugluft hindurchkann, was bei Kork und Konsorten nicht garantiert ist. Eure genaue Einbausituation kenne ich natürlich nicht. Da könnten noch irgendwelche Zusatzmaßnahmen nötig sein. Aber ich glaube hier genug Tipps abgegeben zu haben, damit Ihr genau für Euren Fall eine funktionierende Lösung findet."