Mülltonnen-Häuschen aus Feldbrandsteinen

feldbrandstein-01.jpg

Mit der Frage, wie man die gelben, blauen, braunen und schwarzen und mancherorts sogar grünen Müllbehälter so unterbringt, dass sie nicht die ganze Hausanlage verschandeln, hat sich die Redaktion von baumarkt.de schon in einem Beitrag befasst.

Daraufhin erhielten wir von unserem User Holger Offermanns eine E-Mail neben Anhang von zwei Fotos. Auf einer Radreise hatte Holger einen Mülltonnen-Port von besonders nobler Art entdeckt — und zwar an einem zu einem Landhaus umgebauten ehemaligen Bauernhof in Westfalen mit Fassade aus Feldbrandsteinen. Er hat uns gemailt:

feldbrandstein-02.jpg

„Eine Bauanleitung habe ich dazu nicht — aber jeder Heimwerker kann dieses Mülltonnen-Häuschen mit Pultdach so oder ähnlich nachbauen.“ Das sieht die Redaktion von baumarkt.de genauso. Die Konstruktion ruht auf zwei Säulen aus Feldbrandsteinen.

Die Steine stammen möglicherweise von einer abgerissenen Scheune oder von einem Händler mit antikem Baumaterial. Ziegelsteine in antiker Optik werden natürlich heute von den Ziegelwerken „nachgebaut“.

Das Pultdach liegt auf Balken, die ihrerseits mit den Säulen verschraubt sind. Rundum ist die Konstruktion verbrettert — und zwar mit geriffelten Paneelen, wie sie für Terrassenböden verwendet werden.

Das Holz ist also wetterfest. Das zaunähnliche Holzgatter auf der Rückseite ist als Klapptor ausgebildet, das kriegt ein Heimwerker auch hin. Ansonsten hat der Bauherr das Pultdach nicht einfach nur mit einer Bitumen-Dachbahn abgedichtet — er hat Schindeln angenagelt oder geklebt.