Möbel aus Holz

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Immer mehr entscheiden sich bei der Wahl der Möbel für Holz. Allerdings kann man bei dem vielseitigen Angebot der Holzarten doch schon mal irritiert werden und man fragt sich dann, welches Holz ist denn nun das richtige. Schließlich möchte man von seinen Möbeln lange was haben.

Welche Holzart ist die richtige?

Wie lange die Gartenmöbel halten, ist extrem abhängig von der Holzart und dem gewählten Holzschutz. Da Laubhölzer im Gegensatz zum Nadelholz resistent gegen Schädlinge sind, ist diese Holzart sehr pflegeleicht. Da das Nadelholz extrem bläuegefährdet ist, bedarf es hier einer sehr guten Behandlung mit einem Holzschutzgrund.

Hier eine kleine Auflistung der gängigen Holzarten.

Bangkirai:

Diese schwere und harte tropische Holzart ist besonders für hohe Beanspruchung geeignet. Da es nahezu immun gegen Fäule ist, entfällt hier die Imprägnierung oder ein Schutz gegen Bläue.

Dark Red Meranti:

Diese Holzart findet man vorwiegend in Indonesien, Malaysia oder auf den Philippinen. Es besticht mit seiner wunderschönen Farbgebung. Das Splintholz ist weiß bis gelb-grau und das Kernholz hat eine rötlich bis violett-braune Färbung. Dieses Holz eignet sich sehr gut für eine mittlere bis hohe Beanspruchung. Da das Kernholz sehr widerstandsfähig gegen Pilze ist, kann auch bei diesem Holz auf eine Schutzbehandlung verzichtet werden.

Douglasie:

Die Douglasie findet man auch unter anderen Namen wie z.B. „Oregon Pin“ oder „Douglas Fir“. Diese Holzart stammt ursprünglich aus Nordamerika, hat sich aber mittlerweile immer mehr in Europa, vorwiegend in Deutschland, verbreitet. Das Kernholz hat eine Färbung, die von gelb-braun bis zu rötlich-gelb reicht. Durch Beeinflussung von Licht färbt es sich im Laufe der Zeit zu braun-rot. Da diese Holzart zu den festesten Nadelhölzern weltweit zählt, besitzt es die Eigenschaft sehr hart und trocken zu sein, wodurch es sich sehr leicht verarbeiten lässt. Sehr dekorativ ist bei diesem Holz die starke Maserung Unbedingt ist darauf zu achten, dass man hier das Holz unbedingt imprägnieren oder gegen Bläue schützen muss.

Eiche:

Die Eiche kommt vorwiegend in Mitteleuropa und Nordamerika vor. Diese Holzart verfügt über eine sehr kräftige und gleichmäßige Struktur mit einer Farbgebung, die von beige bis honiggelb reicht. Da dieses Holz sehr witterungsbeständig ist, kann hier auf eine Schutzbehandlung verzichtet werden.

Eukalyptus:

Diesen Baum, den es in 600 verschiedenen Arten gibt, findet man vorwiegend in Australien. Es handelt sich hier um eine schnell wachsende Art, die eine Höhe bis zu 40 Metern erreichen kann. Da diese Holzart sehr hart ist und eine sehr geringe Neigung zur Rissbildung besitzt, wurde es immer beliebter bei der Herstellung von Gartenmöbeln. Auch kann hier wieder auf die Nutzung von Schutzmitteln verzichtet werden.

Fichte:

Die Fichte ist eine in Mittel- bis Südeuropa, aber auch in Nordamerika, sehr stark auftretende Holzart. Ihre Färbung reicht von gelblich-weiß bis hin zu rötlich-weiß. Diese Weichholzart ist ein sehr beliebtes Bauholz, da es sich sehr einfach verarbeiten lässt und dabei noch preisgünstig ist. Dieses astfreie und sehr harzreiche Holz ist unbehandelt absolut nicht für den Außenbereich geeignet. Daher sollte auf einen ausreichenden Schutz vor Wettereinflüssen durch Imprägnierung geachtet werden.

Kiefer:

Diese weit verbreitete Holzart findet man in ganz Europa, Nordamerika, Nahost und in Ostasien. Frisch geschlagen hat dieses Holz eine gelblich-weiße bis rötlich-weiße Färbung, welche aber bereits nach kurzer Lagerung sehr stark nachdunkelt. Diese Holzart ist sehr harz- und fettreich und hält etwas länger als die Fichte. Im Gegensatz zur Fichte hat die Kiefer aber sehr viele Verästelungen. Da diese Holzart über keinerlei Eigenschutz verfügt, kann sie sehr viel Nässe aufnehmen, was ohne Imprägnierung sehr schnell zu Fäulnis führen kann.

Lärche:

Dieses vorwiegend in Europa vorkommende Holz gehört zu den wertvollsten einheimischen Weichhölzern. Das Splintholz hat eine gelblich-weiße Färbung, wo hingegen der Kern eher rötlich-braun ist. Im Gegensatz zu anderen Holzarten dunkelt hier auch nur der Kern im Laufe der Zeit stark nach. Das Lärchenholz ist noch dichter, härter, harzreicher und witterungsbeständiger als Kiefernholz. Da es sich hier aber um ein Nadelholz handelt muss man trotz allem auf einen Schutz gegen Bläue achten.

Robinie:

Diese im Südosten Amerikas vorkommende Holz besitzt eine sehr hohe natürliche Haltbarkeit. Es besticht mit seiner sehr dekorativen Farbgebung. Im frischen Zustand ist das Holz gelb-oliv und dunkelt durch Lichteinfluß zu einem schönen goldbraun. Da es noch schwerer und härter ist als Eiche ist es extrem witterungsbeständig und bedarf deshalb keiner weiteren Schutzmaßnahme.

Sipo:

Diese Laubholzart findet man vorwiegend in Afrika. Das Splintholz dieser Holzart ist hellgrau bis rot, und der Kern weist eine bräunliche Färbung auf, welche im Laufe der Zeit nachdunkelt. Trotzdem dieses Holz sehr hart ist, besitzt es nur eine geringe Festigkeit. Es besitzt einen natürlichen Schutz vor Schädlingen und Pilzen, weshalb ein zusätzlicher Schutz entfallen kann.


Weitere Holzarten und ihre Verwendung beim Bau von Möbeln und in weiteren Anwendungsbereichen haben wir hier zusammengetragen. Ferner haben wir ein umfangreiches Holzlexikon erstellt. 

Pflege von Holzmöbeln

Grundsätzlich reicht es aus, das Möbelstück mit einem trockenen Staubtuch zu reinigen. Wenn mit der Zeit der Glanz und die Farbe nachlassen, kann man schon mal mit einem feuchten Tuch überwischen. Es sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die Restfeuchte mit einem trockenen Tuch entfernt wird.

Stärkeren Schmutz bekommt man sehr gut mit einer Neutralseife und einem weichen Schwamm weg, hierbei auch wieder auf die Entfernung der Restfeuchte achten. Auf Polituren und Microfasertücher sollte man gänzlich verzichten. Die Öle in den Polituren können in das Holz eindringen und es dauerhaft schädigen. Durch die besondere Struktur von Microfaser kann es zu sehr feinen Kratzern auf dem Holz kommen, welches dann nicht mehr ganz so schön aussieht.