Mit Warnschildern auf Gefahren aufmerksam machen

Im Jahr 2009 wurde der deutsche Schilderwald zum Teil abgeholzt. Mit der Neufassung der Straßenverkehrsordnung wurden mehrere Verkehrszeichen aus dem Programm verbannt. Grund für die Maßnahme war die Tatsache, dass sich rund 20 Millionen Verkehrsschilder auf den bundesdeutschen Straßen befanden. Praktisch bedeutet das alle 28 Meter ein Verkehrszeichen. Dennoch sollte dort, wo sie gebraucht werden, nicht auf Warnschilder verzichtet werden. 

Gelbe Warnschilder sind effektiv

Wie ein Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz ergab, sind Autofahrer aufmerksamer und nehmen den Fuß vom Gas, wenn sie an Baustellen mit gelben Schildern gewarnt werden. Der Studie zufolge drosselten Autofahrer die Geschwindigkeit durchschnittlich um 10 Prozent mehr, als bei rot-weißen Schildern. Die Projekt-Baustellen sind anders als übliche Baustellen beschildert. Alle Verkehrsschilder sind von den Vorwegweisern bis zum Ende gelb unterlegt. Für Warnschilder wird seit Jahren der gelbe Untergrund mit schwarzer Schrift bzw. Symbolen verwendet, doch auf den deutschen Autobahnen wurde diese Regelung noch nicht implementiert. Wer Warnschilder in seinem Unternehmen aufstellen will, sollte definitiv zur gelben Farbe greifen.

Warnschilder nicht ausreichend

Der Staat macht es sich oftmals sehr einfach, wenn eine Straße nach einem schweren Winter die Autofahrer mit tiefen Schlaglöchern erwartet, werden einfach Warnschilder aufgestellt und das Problem scheint gelöst. Doch die Behörden werden damit nicht von ihrer Pflicht befreit, die Gefahrenstellen zu beseitigen. Diese Entscheidung traf das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken. Als Unternehmer oder Bürgermeister sollte man darauf achten, dass man in einem ähnlichen Fall wie dem oben beschriebenen die Warnschilder häufig und gut sichtbar aufstellt. Ansonsten drohen Klagen von geschädigten Personen.

Schilder im Unternehmen und in Institutionen

Rettungs- und Fluchtwegschilder wird jeder aus seiner Schulzeit kennen. Diese speziellen, grünen Warnschilder sind besonders häufig in öffentlichen Einrichtungen anzutreffen. Einige der Exemplare, wie etwa die Fluchtschilder, sind sogar absolute Pflicht. Parkplatzschilder können Besucher eines Unternehmens den Weg zum Parkplatz signalisieren. Das Schild „Privat-Parkplatz“ wird dagegen häufig im privaten Raum genutzt, wenn dritte Personen nicht auf dem eigenen Parkplatz parken sollen. Besonders beliebt in Unternehmen sind die Parkplatzschilder „Reserviert“, die oftmals einem speziellen Kfz-Nummernschild zugeteilt werden.