Markisenmontage an Porenbetonwand

Hans P.: "Für die Montage einer Markise an einer Ytongwand wurde von Ihnen empfohlen, die Wand zu durchbohren und von der anderen Seite mit Unterlegscheibe festzuziehen.
Der Rat eines Kollegen: einen chemischen Dübel zu verwenden, der sich mit dem Stein verschweißen würde. Diese Variante würde mir viel Arbeit ersparen, da auf der Gegenseite sich eine Holzverkleidung befindet, die abzubauen ist. Was halten sie von dieser Variante? Die Markise ist 5m breit und hat einen Auslauf von 3m."

Antwort des Baumarkt-Teams: "Lieber Hans,
gehen Sie doch bitte einmal mit einem Gartenschirm bei Windstärke 5 (von 8 wollen wir gar nicht reden) durch die Landschaft. Sie werden dann feststellen, welchen enormen Winddrücken Sie ausgesetzt sind. Ihre Markise ist sehr groß und bietet mit 15 m² "Segelfläche" einer plötzlich Böe eine einladende Angriffsfläche.

Porenbetonsteine - egal welchen Fabrikats - sind in sich sehr stabil, aber wenig geeignet, um mittels Mauerankern große Lasten abzutragen. Der chemische Dübel ist wunderbar - in KS- oder massiven Ziegelsteinwänden oder in einer Betonwand. Der chemische Dübel hält auch im Fall Ihrer Markise -   nur   fürchten wir, daß bei Winddruck der Porenbetonstein instabil oder ganz herausgerissen wird.

Genauso, wie Sie die Markise von vorn verankern, also als eine Leiste befestigen, müssen Sie von der Rückseite dagegenhalten. So verteilen sich die Lasten bzw. Winddrücke besser. Je breiter und länger die Leiste (oder die Teller um die Maueranker), je stabiler wird die Sache. Gleichwohl können wir ohne Ortsbesichtigung, Besichtigung der Markise und Überprüfung der Statik keine Gewähr für die Unbedenklichkeit abgeben.

Ihr Problem ist ein Problem vieler Markisenkäufer. Die Händler/Hersteller weisen auf diese Problematik so gut wie gar nicht hin - und liefern 8 mm-Dübelchen mit, die für solche Fälle auf keinen Fall ausreichen."