Marken-Werkzeug oder Noname-Ware: Gibt es Unterschiede?

Die Frage, ob man lieber zu Marken-Ware greifen soll oder doch, um Geld zu sparen, zur günstigen Noname-Ware, wird scheinbar schon seit Menschengedenken stellt und ist fast schon so relevant wie die Frage nach dem Sinn des Lebens. Für beide trifft allerdings zu, dass es (noch?) keine endgültige und befriedigende Antwort darauf gibt. Ob dies gut oder schlecht ist, sei an dieser einfach dahingestellt. Wichtig ist nur, dass man „lediglich“ bestimmte Sache beachten muss, durch die sich auch ein Noname-Werkzeug als sinnvolle Investition entpuppt.

Die allgemeine Annahme bei Werkzeug ist die, dass nur die Geräte etwas dienen, hinter denen Namen wie beispielsweise Hilti stehen. Diverse Tests zu Verwendung solcher Werkzeuge gibt es darüber hinaus auch im Internet zu finden. Allerdings entdeckt man immer wieder auch Berichte, in denen die Marken-Ware gegenüber den günstigen Konkurrenten das Nachsehen hat. Unter solchen Umständen ist natürlich eine oberflächliche Verwirrung vorprogrammiert. Beim Werkzeugkauf sind daher einerseits auf das Prüfsiegel („GS“ oder „VPA“) zu achten, obgleich diese vereinzelt täuschend echt gefälscht werden, und andererseits auf die Handhabung sowie Verarbeitung. Die Griffe der Werkzeuge sollten stets aus einer rutschfesten Oberfläche bestehen, die auch bei Feuchtigkeit nicht versagt. Vernimmt man aber einen strengen Geruch vom Griff, so ist dies ein Indiz für mindere Qualität und sollte gemieden werden. Aufschlüsse auf die Qualität kann auch das Material geben, bei dem die Art Legierung und der Härtegrad von entscheidender Bedeutung sind. So ist zum Beispiel gehärteter Stahl in Form von Chromvanadium (CR-V) ein Hinweis für gute Qualität. Ansonsten nicht vergessen, das Produkt im Vorfeld immer zu testen, wenn das möglich ist, oder einfach den Fachmann/-frau fragen.

Wer sich beim Kauf dafür entscheidet, lieber auf ein Markengerät zu setzen, kann und sollte dann immer versuchen, durch einen Gutschein oder diverse Sonderangebote Rabatte zu ergattern. So spart man gelegentlich ein wenig und man hat das gute Gefühl, ein Schnäppchen gemacht zu haben.