Leuchten in Paneeldecken einbauen

paneel03.gif Die Hersteller von Wand- und Deckenpaneelen bieten in aller Regel Einbauleuchten an, die auf ihr System abgestimmt und mit einem Steckverbindungssystem ausgestattet sind. Entscheiden Sie sich für 230 V Flächenleuchten, entfällt der Trafo. Entscheiden Sie sich für Niedervoltleuchten, müssen Sie als erstes überlegen: Wo baue ich den Trafo ein? Verwenden Sie bei den Kabelzuführungen im Fall der 230 V-Leuchten Feuchtraumleitungen (NYM) mit einem Aderquerschnitt von mindestens 1,5 mm². Im Fall der Niedervoltleuchten verwenden Sie möglichst die vom Hersteller des Systems angebotenen Leitungen mit angeschweißten Steckverbindungen. Wollen Sie diese Verbindungsleitungen selbst herstellen, sollte der Aderquerschnitt aus Sicherheitsgründen mindestens 4 mm² betragen.

Da Leuchtkörper heiß werden, sollten Sie die Kabelzuführungen keineswegs so legen, daß sie (irgendwie zu Knäueln gequetscht) mit der Leuchtenverkleidung in Berührung kommen, sonst produzieren Sie einen Schmorbrand. Und je größer der Luftraum über den Leuchten, je geringer die Gefahr, daß die Hitzeabgabe zu einer Verfärbung des Paneeldekors oder des Furnieres bzw. Massivholzes führt.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das Einbaugehäuse ThermoX (Hersteller Kaiser Elektro) einsetzen. Die häufig unter Wand- und Deckenverkleidungen angebrachten Dämmschichten, die sog. "Dampfsperrfolie" und die Paneele selbst sind dadurch optimal vor Brand geschützt. Der Einbau in Paneeldecken erfolgt während der Vertäfelung von oben. Nach dem Schneiden der Einbauöffnung in die Holzdecke wird das Gehäuse einfach von oben eingesteckt. Die Form des Frontteils sorgt für einen passgenauen und sicheren Sitz in der Vertäfelung. Nach Einbau der Leuchte ist das Gehäuse-Frontteil vollständig abgedeckt.


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Beim Einbau in Rigips-Decken oder Decken aus Span-, MDF- oder Gipsfaserplatten wird in die Platte eine Einbauöffnung von 120 mm gesägt. In diesem Fall wird die Hohlwanddose von unten eingesetzt und mit den Schrauben festgezogen. Anschließend wird der Gehäuserand einfach wie die restlichen Gipskartonkanten und -fugen verspachtelt.

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Nun wird nur noch der Trafo eingeschoben (links unten). In die Verschlußkappe werden mit einem Universal-Öffnungsschneider Löcher geschnitten, durch die die Leitungen winddicht verlegt werden können. Der Hersteller betont, daß diese engen Kabeldurchführungen eine zusätzliche, sichere Zugentlastung bieten.

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Nun wird schlußendlich die Verschlußkappe eingesteckt und die Leuchte eingebaut.

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