Lampen selbst anbringen

Jutta G.-B.: "Wir ziehen bald um und möchten die Deckenleuchten selbst anbringen. Damit wir uns nicht mit Stromschlägen umbringen, bitten wir um Tipps, wie wir das sicher erledigen können. Z.B. ist uns nicht klar, was wir mit dem gelben Kabelteil anfangen sollen."

Antwort des Baumarkt-Teams: "Liebe Jutta,
grundsätzlich raten wir "handwerklich höchst unerfahrenen" Usern von eigenen Arbeiten an der Elektroinstallation ab. Die Gefahren sind einfach zu groß. Deine Frage beantworten wir dennoch gerne.

Ein elektrischer Deckenanschluss für eine Lampe besteht normalerweise aus einer dreiadrigen Leitung. Die drei Adern (oder Drähte) sind:
  1. Phase (schwarz oder braun)
  2. Nullleiter (blau)
  3. Schutzleiter (grün-gelb)
Die Phase liefert den Strom für die Lampe (Verbraucher). Über den Nullleiter fließt der Strom wieder zurück. Diese beiden Drähte werden also an die dafür vorgesehenen Anschlüsse (meistens Lüsterklemmen) des Verbrauchers angeschlossen. Hierbei bitte unbedingt die Schrauben der Verbindungen fest anziehen! Diese Darstellung ist sehr stark vereinfacht, denn in unseren Haushaltsnetzen haben wir es mit Wechselstrom zu tun, aber die Funktion der einzelnen Adern wird so deutlich.

Bleibt die Frage nach dem grün-gelben Draht. Der Schutzleiter (oder auch Erde) ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen für elektrische Geräte. Er wird an das Gehäuse der Lampe angeschlossen, wenn dieses Gehäuse aus einem elektrisch leitenden Material besteht. Solche Gehäuse haben hierzu eine separate Schraubklemme. Sollte durch einen Defekt der Lampe das Gehäuse Kontakt zu spannungsführenden Teilen haben und so das Gehäuse quasi "unter Strom stehen", so fließt dieser Strom über den Schutzleiter ab, wodurch die elektrische Sicherung (oder Sicherungsautomat) ausgelöst wird.

Wenn das Lampengehäuse aus nichtleitendem Material (z.B. Kunststoff) besteht, ist eine Berührung spannungsführender Teile ausgeschossen. Man spricht dann von Schutzisolierung. Der Schutzleiter bleibt bei solchen Lampen ungenutzt."