Lack ist klebrig - was tun?

Mechthild H.: "Ich arbeite gerne mit Acryllack. Leider klebt dieser Lack sehr lange. Auf Tischflächen bleiben Zeitschriften kleben und alles, was länger darauf liegt. Kürzlich strich ich unsere Haustür und morgens bekam man sie kaum auf, obwohl der Lack von einem namhaften Hersteller war. Eigentlich müssen unsere Fenster gestrichen werden, aber jetzt habe ich Angst, dass sie dann zusammenkleben. Ist dieses Problem bekannt und für welche Arbeiten ist Acryllack denn eigentlich gedacht?"

Beim Lackieren sollten Sie mit System vorgehen. Also den Altlack entfernen, dann den Vorlack eines "Systems" auftragen und dann erst die Schlußbeschichtung mit dem Lack desselben Systems vornehmen. Wenn Sie auf den Vorlack verzichtet haben, können chemische Reaktionen zwischen dem Altlack und dem neuen Lack auftreten. Dann kann es zum "Blocken", also zum Festkleben kommen. Der Vorlack hat auch die Aufgabe und Eigenschaft, den Möbel- oder Fensterlack gegen "Altlasten" abzusperren. Im Fall Ihres Tisches raten wir zu einer Nachbehandlung mit einem wasserverdünnbaren Klarlack desselben Herstellers. Für Ihre Fenster verwenden Sie sicherlich Fensterlack - oder?