Konservierung und Pflege von Gartenmöbeln aus Holz

Holz im Garten — sei es als Gartenmöbel oder für die Terrasse — liegt voll im Trend. Dort ist es Sonne und Regen, Wind und Wetter ausgesetzt. Damit man lange Freude an den Gartenmöbeln hat, ist daher die richtige Pflege notwendig. Das funktioniert mit Ölen besonders gut, ziehen diese doch tief in das Holz ein und machen es wasserabweisend. Versiegelt werden die Gartenmöbel dadurch jedoch nicht, sie können weiterhin Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Durch Holzöle wird die Holzfarbe aufgefrischt und wieder attraktiv.

Für die verschiedenen Hölzer werden spezielle Öle angeboten — so zum Beispiel für Teakholz, Eukalyptus oder Lärche. Sind die Gartenmöbel stark vergraut oder mit einem Grünbelag überzogen, gibt es ebenfalls spezielle Produkte. Anfällige Hölzer wie Kiefer, die ständig der Witterung ausgesetzt sind, sollten vor der Beschichtung mit Imprägniergrund gegen Holzschädlinge geschützt werden. Dies ist bei Tropenhölzern wie Teak oder Bangkirai oder weniger anfälligen Hölzern wie Lärche oder Eukalyptus nicht notwendig.

So bringt man Gartenmöbel wieder auf Vordermann

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Bevor das Holz eingeölt werden kann, muss es erst einmal gereinigt werden. Zunächst löst man mit einer Reinigungsbürste alle losen Verschmutzungen (1). Bei starker Verwitterung empfiehlt es sich, das Holz bis auf die tragfähige Holzschicht abzuschleifen und den Schleifstaub zu entfernen.

Fest haftende Ablagerungen und Schmutz können mit einem Holz-Reiniger entfernt werden (2). Ein Teakmöbel-Entgrauer wirkt im Übrigen auch bei vielen anderen Harthölzern. Der Reiniger bzw. Entgrauer wird mit einem Schwamm aufgetragen.

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Nach einer Einwirkzeit von etwa 20 Minuten wird die Flüssigkeit ein zweites Mal aufgetragen (3). Dabei mit einer Reinigungsbürste kräftig in Richtung Holzmaserung schrubben. Wer nicht auf die teuren Spezialreiniger zurückgreifen möchte, kann sein Glück auch mit Neutralseife und Bürste versuchen.

Wieder wenige Minuten später kann der Reiniger oder das Seifenwasser von den Gartenmöbeln gespült werden (4). Dabei sehr sorgfältig vorgehen, so dass keine Rückstände zurückbleiben.

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Bleiben trotz sorgsamster Reinigung noch Flecken zurück, können diese mit einem Schleifkissen entfernt werden (5). Danach den Schleifstaub entfernen, denn zur weiteren Behandlung mit Holzöl muss der Untergrund trocken, sauber, tragfähig, fett- und wachsfrei sein.

Das Holzöl wird mit einem Pinsel in einer nicht zu hohen Schichtdicke aufgetragen (6). Zuvor das Öl kräftig durchrühren. Wie eingangs erwähnt, bietet der Handel Öle für die verschiedensten Holzarten an. Mit ihnen werden die jeweiligen Holzcharakteristika wieder deutlich hervorgehoben.

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Nach dem Einpinseln muss das Holzöl für etwa 15 Minuten einwirken, dann kann das überschüssige Öl mit einem Lappen entfernt werden (7). Nach dem Trocknen des Öls wird die Oberfläche des Holzes mit einem Schleifkissen geglättet.

Anschließend erfolgt ein zweiter Ölanstrich. Auch hier muss das überschüssige Öl nach kurzer Einwirkzeit wieder entfernt werden.

So behandelt, steht vielen vergnüglichen Stunden im Garten nichts mehr im Wege. Und jeder Besucher wird sich über die Schönheit Ihrer Gartenmöbel bewundernd äußern. Denn das Holz wird wieder glänzen und aussehen wie am ersten Tag.

Lagerung von Gartenmöbeln im Winter

Den Winter verbringen Gartenmöbel am liebsten drinnen. Allerdings ist es ihnen im Heizungskeller entschieden zu warm. Das Holz trocknet dort zu schnell aus und es bilden sich Risse. Werden die Gartenmöbel ungeschützt dem Frost ausgesetzt, ist das ebenfalls auf Dauer schädlich für das Holz, das grau und rissig wird. Ideal ist daher ein trockener, kühler Kellerraum. Wer so etwas nicht hat und die Gartenmöbel draußen lagern muss, sollte diese richtig abdecken. Eine Plane alleine reicht hier nicht. Unter der Plane wird es feucht und Stockflecken sowie Schimmel sind vorhersehbar. Es ist daher zu empfehlen, zwischen Holz und Plane noch Styropor oder eine Decke zu legen. So klebt die Plane nicht direkt am Holz und die Luft kann zirkulieren.

Grünbelag bei Gartenholz entfernen

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Insbesondere bei Nadelholz ist häufig ein Grünbelag zu beobachten, wenn es ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist. Da dieser optisch natürlich nicht unbedingt schön anzuschauen ist, muss er entfernt werden. Dazu müssen zunächst einmal verhärtete Beläge durch Abbürsten mit einer Reinigungsbürste entfernt werden (8).

Ist der grobe Schmutz entfernt, wird der Grünbelagsentferner mit dem Pinsel auf die verunreinigten Flächen aufgetragen (9). Dieser muss einige Zeit einwirken und färbt den Belag grau. Anschließend werden die Belagsreste abgebürstet.

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Ist die Oberfläche sehr stark verwittert, hilft nur noch das Schleifen. Es muss bis zum gesunden Holz abgeschliffen werden (10). Vor der Behandlung mit Pflegeöl muss der Untergrund trocken, sauber und tragfähig sein.

Das Holzöl muss vor Gebrauch gut aufgerührt werden. Anschließend wird das Öl in einer nicht zu verschwenderisch mit dem Pinsel auf dem Holz aufgetragen (11). Überschüssiges Material muss nach etwa 15 Minuten mit einem Lappen entfernt werden. Nach Wiederholung des Vorgangs ist das Gartenholz wieder fast wie neu und umfassend geschützt.