Klinkerfassade mit Wärmedämmung anbringen

Wärmegedämmte Fassaden senken drastisch hohe Heizkosten und erhöhen die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden durch besonders behagliches Raumklima. Klinker bieten eine exklusive Optik, sind pflegeleicht und langlebig. Wird beides kombiniert, kommt dabei das Fugenleitsystem von Isoklinker heraus. Das System eignet sich für Alt- und Neubau und ist zudem kinderleicht zu montieren. Wir sagen Ihnen wie.

Aufbau des Fugenleitsystems

Das System besteht aus einer Sockelleiste (Starterschiene), der Fugenleitplatte und echten Klinkerriemchen, die einzeln auf die Stegdämmplatte geklebt werden. Dabei helfen die Raster ein gleichmäßiges Fugenbild zu erhalten. Die Dämmplatte aus XPS-Hartschaum ist in Stärken von 15 mm bis 160 mm lieferbar. Die Platte wird mit Spezialmörtel auf das vorhandene Mauerwerk geklebt und mit Schraubdübeln gesichert. Die Klinkerriemchen sind in unterschiedlichen Größen und in über 30 Farben erhältlich.

Vorarbeiten

In aller Regel sind keine Vorarbeiten an der vorhandenen Wand nötig. Vor Montagebeginn beachten Sie aber bitte folgende Punkte: Alle an der Wand befindlichen Gegenstände wie zum Beispiel Lampen, Fallrohre, Klingelknöpfe usw. sollten abgebaut werden. Um diese später wieder an der richtigen Stelle befestigen zu können, fügen Sie einfach Holzklötze oder Distanzhülsen ein. Wichtig ist es auch, alte Fenstersohlbänke oder Mauervorstände zu entfernen, damit eine glatte Montagefläche entsteht.

Starterschiene im Sockelbereich montieren

Der Untergrund muss frei von haftungsmindernden Bestandteilen sein. Dazu gehören lose Altputzreste, Farbreste, Staub, Schmutz und ölige Substanzen. Stark saugende und sandende Untergründe werden mit Tiefengrund oder Grundierung vorbereitet (z.B. Dämmklinker Tiefengrund LF oder Dämmklinker Grundierung „Eine für alle“).

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  1. Damit keine mechanischen Beschädigungen entstehen können, ist ein sauberer Abschluß nach unten sehr wichtig. Deshalb muss zunächst die Aluminium-Starterschiene mit dem Untergrund verschraubt werden. Entscheidend hierbei ist die waagerechte Ausrichtung der Schiene ab der Bodenkante oder der Sockelhöhe.
  2. Vorbereitung der Fugenleitplatten


    Vor dem Anbringen der ersten Fugenleitplattenreihe: Platten an der Plattenunterseite um etwa 5 cm (inkl. des 1. Stegs) mit einer Handsäge kürzen. Bei den nachfolgenden Reihen entfällt dieser Arbeitsgang. Wenn eine Platte an eine rechte Ecke angrenzt, muss die Feder auf der rechten Seite abgesägt werden. Die nächsten Reihen der Dämmplatten werden jeweils um eine halbe Länge versetzt angeordnet. Die Nut ist immer unten und die Feder ist immer oben an einer Platte zu finden.
  3. Verkleben der Fugenleitplatten


    Zunächst wird der Kleber 1001 gemäß den Verarbeitungsrichtlinien angemischt. Für eine gute Haftung bringen Sie den Kleber als Punktkleckse im Dübelbereich sowie als Rundumstreifen auf der Rückseite der Fugenleitplatte auf. Nun setzen Sie die so beschichtete Platte auf das Winkelprofil und drücken Sie sie fest an die Wand an. Alle nachfolgenden Platten müssen immer waagerecht verklebt und gleichmäßig angeordnet werden. Auf keinen Fall darf es einen Höhenversatz der einzelnen Fugenleitplatten geben, denn so können die Klinkerriemchen am Ende nicht gerade eingeklebt werden.Hinweis: Bei ebenen Flächen können Sie die Platte vollflächig verkleben.
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  1. Verdübeln der Fugenleitplatten


    Wenn der Kleber richtig trocken ist (das ist etwa nach 24 Stunden, bei 20°C der Fall), müssen die Fugenleitplatten mit 6 Schraubdübeln pro Platte (8 Stück pro Quadratmeter) befestigt werden. Dazu zunächst mit einer Bohrmaschine 8 mm große Bohrlöcher durch die Fugenleitplatte und in die Wand bohren, Dübel in die Bohrlöcher einsetzen und die Dübelschraube fest mit der Wand verankern. Ziehen Sie die Dübel soweit an, dass sie bündig mit der Plattenoberfläche abschließen. Bitte achten Sie immer darauf, dass min. 7 cm der Dübellänge in der Wand versenkt ist. Sehr wichtig ist vor allem eine ausreichende Verdübelung im Eckbereich.
  2. Kontaktschicht auf Fugenleitplatte aufbringen


    Der Spezialkleber 1002 wird als Kontaktschicht mit kräftigem Druck auf die Fugenleitplatte aufgebracht. Dann stellen Sie mit einer Spezialkelle das Kleberkammbett her. Diese Kelle ist so konstruiert, dass überschüssiger Kleber bei der Herstellung des Kammbettes entfernt wird. Sehr wichtig ist, dass nur soviel Spezialkleber auf die Fugenleitplatte aufgebracht wird, wie in der klebeoffenen Zeit (etwa 15 - 30 Min. bei 20°C) Klinkerriemchen eingelegt werden können.
  3. Spezialkleber auf Klinkerriemchen


    Nachdem Sie den Spezialkleber auf die Klinkerriemchen aufgebracht haben, werden diese in das aufgezogene Kleberkammbett verlegt. Der Spezialkleber wird mit einer entsprechenden Maurerkelle aufgetragen.
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  1. Klinkerriemchen verlegen


    Nun können Sie das vollständig mit Spezialkleber versehene Klinkerriemchen in das entsprechende Kleberkammbett einsetzen. Tipp: Riemchen fest eindrücken und leicht hin- und herschieben, bis es richtig gerade sitzt. Die Verlegung sollte grundsätzlich immer im Mauerwerkverband erfolgen. Tritt bei der Verlegung Kleber aus, entfernen Sie ihn bitte in frischem Zustand, damit die ausgebildete Fugentiefe erhalten bleibt. Das ist sehr wichtig für die spätere Verfugung.
  2. Winkelriemchen verlegen


    Alle Punkte, die das richtige Auftragen, Bespachteln und Verkleben der Klinkerriemchen erklären, treffen mit einem Unterschied auch auf die Verarbeitung der Winkelriemchen zu. Die Verlegung der Winkelriemchen muss immer aus dem Eckbereich heraus beginnen. Es sieht nicht so gut aus, wenn Riemchen an Ecken unterschiedliche Längen aufweisen.
  3. Fenster und Türen: So wird's gemacht


    Auch in diesen Bereichen erfolgt die Verklebung und Anbringung der Fugenleitplatten wir vorher beschrieben. Im Sturzbereich von Türen und Fenstern und bei Fensterbänken sollten Sie darauf achten, dass die Fugenleitplatten vor der Verklebung um 90 Grad gedreht werden, damit der Fugenleitsteg die richtige Richtung aufweist. So erreichen Sie die perfekte Sturzoptik.

    Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit, die Fugenleitstege mit einem längeren scharfen Messer abzuschneiden. Das setzt allerdings ein gewisses handwerkliches Geschick voraus, damit zwischen den Winkelriemchen gleichmäßige Fugenabstände erzielt werden.
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    Handwerklich verfugen


    Nach vollständige Durchtrocknung des Klebers (frühestens nach 24 Stunden, abhängig von der Umgebungstemperatur), können Sie mit dem Verfugen beginnen. Mischen Sie den Isoklinker-Fugenmörtel gemäß den technischen Angaben auf der Packung an.

    Wir empfehlen, den Fugenmörtel in einer erdfeuchten bis leicht plastischen Konsistenz anzurühren. Verfüllen Sie die einzelnen Fugen mit einem Fugeisen und achten Sie darauf, dass der Fugenmörtel vollständig über den gesamten Fugenquerschnitt eingebracht wird. Falls erforderlich, kann nach dem Anziehen des Fugenmörtels in der Fuge nochmals mit Fugenmörtel nachgefugt werden.