Kleben, was zu Bruch gegangen ist

  • Die Flächen, die miteinander verklebt werden, müssen sauber, fettfrei und trocken sein. Holzflächen säubert man vor dem Klebevorgang mit Schleifpapier. Porzellan, Glas und Kunststoff werden mit einem Geschirrspülmittel gereinigt und mit einem nichtfusselnden Tuch trockengerieben. Papier und Karton säubert man mit einem Radiergummi. Metalle mit Geschirrspülmittel abwaschen, trocknen und ihre Oberfläche mit Schleifpapier oder einer Feile etwas aufrauhen.
Hilfsmittel für Klebearbeiten
  • Glasstiel ankleben:
    Ist ein Glasstiel abgebrochen, wird das Glas umgekehrt auf die Arbeitsfläche gestellt. Dann drückt man ein Stück Kitt so gegen den Kelch, daß er über die Bruchstelle hinausreicht. Nun trägt man Glaskleber dünn auf die Nahtstelle auf und drückt beide Teile zusammen. Anschließend wird mit dem Kitt der Stiel gut abgestützt. Die Bruchstelle darf dabei jedoch nicht ganz umhüllt sein, da Glaskleber zum Abbinden Licht benötigt. Den Kleber etwa zehn Minuten lang abbinden lassen, den Kitt entfernen und den Kleber aushärten lassen.

  • Sandbett:
    Ein Sandbett eignet sich, wenn Klebeteile sich nur schwer fixieren lassen. Der anzuklebende Teil wir durch sein eigenes Gewicht in Position gehalten. Dazu füllt man einen Behälter mit Sand und steckt z.B. bei einer Tasse mit abgebrochenem Henkel ebendiese mit der Klebefläche nach oben hinein und trägt dünn den Klebstoff auf die Bruchstelle, ohne daß Sand in den Kleber gerät. Die Teile nun zusammenfügen und andrücken. Mit dem Fingernagel korrigieren Sie die richtige Position des Henkels. Dann den Kleber abbinden lassen.

  • Einen Henkel ankleben und fixieren:
    Ist an einer Porzellankanne der Henkel abgebrochen, trägt man auf beide Bruchflächen eine dünne Schicht Spezialkleber auf, drückt die Teile zusammen und überprüft mit dem Fingernagel, ob sie richtig zusammengesetzt sind. Nun spannt man ein Klebeband quer über den angeklebten Henkel und zwar so, dass es auf beiden Seiten des Henkels gleich stark gespannt ist.

  • Fliesen kleben:
    Ist eine Fliese zerbrochen, legt man sie mit der Rückseite nach unten auf ein Stück Papier. Dann trägt man eine dünne Schicht Epoxidharzkleber auf die Bruchflächen auf und drückt die Teile zusammen. Nun prüft man mit dem Fingernagel die Naht. Mit einem entsprechenden Lösungsmittel wird überschüssiger Kleber von der Vorderseite der Fliese entfernt und die Kachel mit einem Klebeband auf dem Untergrund festgeklebt. So läßt man sie über Nacht trocknen. Dann entfernt man mit einer Rasierklinge den überschüssigen Kleber auf der Rückseite der Fliese.

  • Kleine Gegenstände kleben:
    Um kleine, schwer zu fixierende Gegenstände wie Eierbecher zu kleben, dienen Gummibänder zum zusammenhalten.

  • Halterung für größere Gegenstände:
    Für große Gegenstände benötigt man stabilere und größere Gummibänder. Nehmen Sie einen alten Fahrradschlauch, der in Streifen geschnitten als überdimensionales Gummiband dienen kann.

  • Teller kleben:
    Eine Schublade ist gut als Halterung geeignet, wenn man einen Teller kleben will. Die größere Scherbe so einklemmen, dass die Bruchstelle heraussteht. Eine dünne Schicht Porzellankleber auf die Bruchstelle auftragen und kleinere Scherben sorgfältig andrücken. Den Teller so stehen lassen, bis der Kleber getrocknet ist.

  • Klebstoffreste beseitigen:
    Meist reicht warmes Wasser, um noch flüssigen Kleber zu entfernen. Wenn der Kleber sich nicht mehr beseitigen lässt, nimmt man Aceton. Für lösungsmittelhaltige Kleber gibt es spezielle Lösungsmittel. Kunstharzkleber entfernt man mit Nitroverdünnung.