Keller selbst mauern mit Planblocks aus Porenbeton

YTONG bzw. Porenbeton ist ein moderner Baustoff. Er besteht aus den natürlichen Bestandteilen Sand, Kalk, Zement und Wasser. Durch Millionen von Luftporen erhält Porenbeton die hervorragende Wärmedämmung und das geringe Eigengewicht. Dies ermöglicht großformatige Vollsteine, die von Hand ergonomisch zu verlegen sind. Das Nut- und Federsystem ersetzt die Stoßfugenvermörtelung.  YTONG-Planblock ist mit einfachen Werkzeugen leicht und schnell zu bearbeiten. Verarbeitet werden die Steine mit Dünnbettmörtel, der als Trockenmörtel in Säcken angeliefert wird.

 

Vorteile von YTONG:

  • Leicht zu sägen mit Bandsäge oder von Hand (Aussparungen, Rundungen und Bögen)
  • Leicht zu schlitzen
  • Einfache Verbindung zu anderen Wandbaustoffen mit YTONG-Verbindungsankern
  • Dünnbettvermörtelung
  • Hohe Maßgenauigkeit der Produkte
  • Dünnputze und Dünnspachtelung
  • Geringes Gewicht
  • Der Keller muss absolut trocken sein

Der Keller beeinflußt die Bauqualität des gesamten Hauses. Massives, gut abgedichtetes Mauerwerk ist deshalb sehr wichtig. Aber bevor Sie anfangen, muß erst die Baugrube ausgehoben werden. Wenn Sie das auch in Eigenleistung machen wollen, so lesen Sie erst einmal bitte nach, was zu beachten ist.

Kellerwände mauern

Herstellen des Kellermauerwerks und Abdichtungsmaßnahmen sind zwei nicht voneinander zu trennende Arbeiten. Zum Anlegen der ersten Schicht dient Ihnen der Ausführungsplan für das Kellergeschoß. Auf die bereits vorgenommene Abdichtung bringen Sie eine Lage Kalkzementmörtel der Mörtelgruppe II (1 Teil Zement, 2 Teile Kalkhydrat, 8 Teile Sand) auf, den Sie auch in feuchter oder trockener Form bei Ihrem Baustoffhändler bekommen. Auf dieser Mörtellage richten Sie nun den ersten YTONG-PLANBLOCK so aus, daß er mit seiner Außenecke lotrecht unter dem Schnittpunkt der Spannschnüre liegt. Danach legen Sie jede weitere Ecke in gleicher Weise an, wobei darauf zu achten ist, daß alle Steinoberkanten auf gleicher Höhe liegen.

kelyt01.jpg Verbinden Sie dann die Ecksteine mit einer Richtschnur und mauern die Zwischenräume aus. Die Stoßfugen brauchen durch das Doppel-Nut- und Federsystem nicht vermörtelt zu werden. Mit dem YTONG-Gummihammer sind die Steine parallel und höhengleich zur Richtschnur in ihre endgültige Lage zu bringen. So arbeiten Sie weiter, bis eine vollständige Schicht um das Gebäude gelegt ist.

kelyt02.jpg Vor Beginn der nächsten Schicht, die im Verband mit einer Mindestüberdeckung der Stoßfugen von 8 cm zu versetzen ist, können geringfügige Unebenheiten mit dem YTONG-Schleifbrett abgeglichen werden. Der Schleifstaub ist abzukehren. Nun führen Sie die Ecken unter Verwendung von YTONG-PLANBLOCK-Mörtel auf die Lagerfugen bis auf Gerüsthöhe hoch, wobei Sie abwechselnd immer eine Schicht überstehen lassen. Danach ziehen Sie zwischen den Ecken mit Hilfe der Richtschnur die volle Wandfläche ein.

kelyt03.jpg Innenwandanschlüsse können Sie, falls statisch erforderlich, als stehende Verzahnung durch abwechselndes Einbinden bzw. stumpfes Stoßen herstellen. Die Einbindetiefe muss mindestens 10 cm betragen.

Die Überdeckung von Öffnungen erfolgt kontinuierlich mit dem Hochziehen der Wände mit tragenden bzw. nichttragenden YTONG-Stützen. Die Errichtung des Schornsteins setzt bei Ummantelung aus 12,5 cm dicken YTONG-Planplatten ebenfalls abwechselndes Einbinden bzw. stumpfes Stoßen der Ummantelung mit der Anschlußwand voraus. Das Rauchrohr erstellen Sie am zweckmäßigsten aus vorgefertigten keramischen Schamotte-Formstücken, die mindestens mit einer 3 cm dicken Dämmschicht ummantelt sein müssen. Die Lage der Öffnungen für Rohranschlüsse und Reinigung sollten Sie mit dem Heizungsbauer absprechen. Nach Fertigstellung der Kelleraußenwände bis Unterkante Decke versetzen Sie auf der Außenkante des Mauerwerks noch einen YTONG-Deckenrandstein mit Wärmedämmung. Zusammen mit der späteren Decke bildet diese Abmauerung die Abschalung des Ringankers. Danach beginnen Sie mit dem hochziehen sämtlicher tragender Innenwände.

Herstellung von Schlitzen

kelyt04.jpg Die Herstellung von Schlitzen in tragenden und aussteifenden Wänden und Pfeilern wird durch die DIN 1053 geregelt und geht aus den Ausführungsplänen hervor. Schlitze für Fall-Leitungen sparen Sie am zweckmäßigsten bereits beim Hochziehen der Wände aus. Kleinere Schlitze für die Wasser- und Stromversorgung können nachträglich mit dem YTONG-Rillenkratzer hergestellt werden. Nach Möglichkeit sollte man mehrere Leitungen in größeren Schlitzen zusammenfassen. Die Maßnahme setzt jedoch Vorgespräche mit den einzelnen Installationsfirmen voraus.

Gegen seitliche Bodenfeuchte abdichten

kelyt05.jpg Für die senkrechte Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bitumenbahnen oder Bitumenspachtel (mit Gewebe) sind bituminöse Abdichtungen nach DIN 18195. Auf einen Putz nach DIN 18550 oder Streichputz kann verzichtet werden. Der einwandfreie Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit und die kontinuierliche Austrocknung der Wand ist mit dieser Lösung gewährleistet.

Kleine Setzungsrisse können schadensfrei überbrückt werden. Bei nichtbindigem und kein Wasser führendem Boden sind vorgesetzte Bitumen- oder Asbestzement-Wellplatten eine gute Lösung. Die Wand trocknet relativ schnell aus. Kunststoffgebundene Spachtelmassen haben sich in einzelnen Fällen gut bewährt. Sie sollten jedoch vorher sorgfältig auf ihre Eignung geprüft werden. Kein dauerhafter Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit sind Dichtungsanstriche auf rohem Mauerwerk oder sogenannten Sperrputzen. Hinterfüllung: Für die Bodenhinterfüllung ist große Sorgfalt angebracht. Die Dichtung darf nicht durch groben Bauschutt beschädigt werden. Schadstellen in den Abdichtungen können zur Durchfeuchtung der Wand führen.

Die Anleitung wurde zur Verfügung gestellt von Porenbetonhersteller YTONG.