Innendämmung - Möglichkeiten und Probleme (Zelluloseplatten)

Innendämmung mit Zelluloseplatten


Ein Vertreter der alternativen Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind Dämmplatten aus Zellulose.Die Platten werden nach DIN 4102-2 in die Brandklasse B2 (normalentflammbar) eingestuft.

Zellulose aus Altpapier und Jute bilden den Grundstoff, der mit Ligninsulfonat und Tallharz (vornehmlich aus der Zellstoffproduktion) und Aluminiumsulfat gebunden und zu Platten gepreßt wird.

Der Rohstoff Papier eignet sich deshalb besonders gut zur Wärmedämmung, weil die darin enthaltenen Poren alle natürlichen Voraussetzungen mitbringen: sie schließen die Luft ein und reduzieren dadurch den Wärmeverlust. Schon bei der Verarbeitung zum Papier wird die parallele Ordnung der Holzstruktur aufgelöst; sie wird umgerichtet und bekommt einen höheren Porengehalt.

Bei der Weiterverarbeitung zu Dämmplatten wird das Papier in einem trockenen Zerkleinerungsvorgang aufgeschlossen. Dabei wird der Porengehalt nochmals um ein Vielfaches erhöht: aus Altpapier wird eine effektive Wärmedämmung mit hohem Dämmwert.

Die Dämmplatten haben ein Feuchtepufferverhalten wie Holz und sind diffusionsoffen (µ = 1),dadurch bestens geeignet für diffusionsoffene Konstruktionen. Durch die Feuchepufferung unterstützen Dämmplatten wirksam den konstruktiven Feuchteschutz. Zudem sorgen sie für ein ausgeglichenes Raumklima.