Innendämmung mit Styroporplatten

Andreas H.: "Im von mir gekauften Altbau (von außen Klinker) sind an allen Außenwänden Styroporplatten von innen angebracht (wohl ´ne Maßnahme aus den 70ern). Sicher nicht ohne Grund. Nun gehen die Meinungen darüber auseinander. Mein Bruder (immerhin mit Architekturstudium) sagt, dranlassen und vielleicht Sanierputz drauf (- hält der überhaupt?), ein Freund (Maurer) sagt: runter mit dem Zeug, bringt nur subjektiv warme Wände, dagegen aber die Gefahr von Schimmelbildung hinter den Platten (habe allerdings Testweise mal zwei abgemacht und dahinter sieht es einwandfrei aus - sicher auch ´ne Frage der Lüftung).
Wer hat Recht: Praktiker oder Theoretiker!!!"

Antwort des Baumarkt-Teams: "Hallo Andreas,
beide haben recht, Dein Bruder und Dein Freund! Zunächst einmal sind Styroporplatten nicht als Putzträger gedacht. Bestimmte Putze halten darauf (im Baustoffhandel nachfragen), aber ideal wäre eine Innendämmung (sofern man die überhaupt als ideal bezeichnen kann), wenn vor die Styropordämmung eine Rigipsplatte angebracht würde. Darauf dann Sanierputz, der Feuchte aufnehmen und in trockenen Augenblicken (wenn keine Menschen im Raum sind und Feuchte erzeugen) auch wieder abgeben kann.

Dein Freund hat aber auch recht. Wenn nicht ordentlich gelüftet wird, kann sich hinter einer Innendämmung Schimmel bilden. Es sei denn, man baut eine gute Dampfbremse ein, die aber ihrerseits wieder eine besonders gute Lüftung voraussetzt, weil sich sonst der Schimmel eben nicht mehr  hinter  , sondern vor der Dämmung niederläßt. Bevorzugter Schimmel-Aufenthaltsort sind Deckenverkleidungen und Wandflächen hinter Schränken."