In vier Schritten zur Traumwohnung unter dem Dach

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Ob zusätzlicher Wohnraum für die Kinder, ein reizvolles Plätzchen "ganz oben" oder ein attraktives Apartment zum Vermieten: Einen ungenutzten Dachboden bewohnbar zu machen, ist immer eine gute Idee. Viel Licht, Luft, Ruhe und ein schöner Ausblick verleihen den Räumen einen ganz besonderen Reiz. Außerdem ist der Dachausbau auch ein sehr wirtschaftlicher Weg, neuen Wohnraum zu gewinnen. Ganz gleich, ob Sie beim Ausbau teilweise selbst mit anpacken oder alle anfallenden Arbeiten Fachleuten überlassen - bereits bei der Planung gibt es Grundregeln zu beachten, die eine erfolgreiche Verwirklichung des Bauvorhabens sicherstellen.

1. Schritt: Baurechtliche Voraussetzungen prüfen



Grundsätzlich gilt: Wer ein Dach ausbaut, muss die entsprechenden baurechtlichen Bestimmungen einhalten. Das sind im Wesentlichen die Vorschriften des Bundesbaugesetzes und die der jeweiligen Landesbauordnung. So ist beispielsweise sicherzustellen, dass die Bausubstanz einen Ausbau überhaupt zulässt. Außerdem sind die jeweiligen Vorgaben für die Wärmedämmung sowie für den Schall- und Brandschutz einzuhalten. Auch wenn häufig der Dachgeschoss-Ausbau für Besitzer von Einfamilienhäusern nicht genehmigungspflichtig ist, sollte immer das zuständige Bauamt oder ein Architekt bzw. Planer zu Rate gezogen werden.

2. Schritt: Die Raumplanung - von der Heizung bis zum Dachwohnfenster



Für die Raumplanung ist zunächst die Dachform von großer Bedeutung. Hohe und steile Dächer wie zum Beispiel Satteldächer bieten die besten Voraussetzungen für einen Ausbau. Die meisten Landesbauordnungen verlangen, dass die Hälfte der Grundfläche über eine Raumhöhe von mindestens 2,40 Metern verfügt. Möglichst frühzeitig sollte man sich auch über den Zugang zum Dachgeschoss Gedanken machen. Während einläufige Treppen den direktesten Weg nach oben bieten, stellen Spindeltreppen eine besonders Platz sparende Lösung dar. Bei der Planung der Heizung sowie der Wasser- und Stromanschlüsse ist fachmännischer Rat empfehlenswert. So sollte ein Installateur im Vorfeld prüfen, ob der Anschluss an die Ver- und Entsorgungsleitungen des Hauses gewährleistet ist.

Ein entscheidender Faktor für hohe Wohnqualität im ausgebauten Dachgeschoss ist die Tageslichtplanung. Hier erweisen sich Dachwohnfenster als ideale Lösung. Sie sind vielfältig einsetzbar und sorgen - gerade auch im Vergleich zu Gauben - für eine optimale Lichtausbeute. Die Mindestanforderungen für Dachwohnfenster sind in den jeweiligen Landesbauordnungen beschrieben. Für eine ansprechende Wohnqualität empfiehlt Marktführer VELUX, die DIN 5034 "Tageslicht in Innenräumen" zu Grunde zu legen. Demnach sollte die Summe der Breiten aller Fenster mindestens 55 Prozent der Breite des Wohnraums betragen. Um einen möglichst hohen Ausblick-Komfort zu sichern, sollte die Fensterunterkante nicht tiefer als ca. 90 Zentimeter und die Fensteroberkante nicht höher als etwa 200 Zentimeter eingebaut sein.

Der Wohnkomfort lässt sich weiter steigern, wenn die Licht- und Durchblickfläche nach unten oder oben verlängert wird. Dafür stehen im VELUX Sortiment verschiedene Zusatzelemente zur Auswahl. Während die Verlängerung nach unten vor allem mehr Ausblick bietet, lässt sich mit Erweiterungen nach oben mehr Licht in den Raum leiten.

3. Schritt: Die Kostenplanung und die Finanzierung



Kaum ein Bauvorhaben ist so genau planbar wie der Dachausbau. Die Flächen von Boden, Wänden und Dach lassen sich vorher genau abmessen, so dass der Materialbedarf exakt ermittelt werden kann. Wie teuer der Ausbau dann tatsächlich wird, hängt von der vorgesehenen Nutzung der Räume ab. So ist das Einrichten von Wohn- oder Arbeitsräumen günstiger als zum Beispiel der Einbau eines Badezimmers. Bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche sind jedoch möglich. Zur Finanzierung eines Dachausbaus stehen verschiedene Fördertöpfe zur Verfügung. Auskünfte erteilen die zuständigen Baubehörden bzw. die Landesbauministerien.

4. Schritt: Die Aufgabenverteilung - wann ist ein Fachmann unabdingbar?



Wer beim Dachausbau selbst mit anpackt, kann viel Geld sparen. Zu den möglichen Eigenleistungen zählen das Fliesen, Streichen und Tapezieren. Das Anbringen der Wärmedämmung, der Einbau der Böden und der Trennwände oder auch das Verkleiden der Dachinnenflächen erfordern hingegen schon erhebliche handwerkliche Erfahrung und Geschick. Es gibt aber Arbeiten, bei denen sich auch ein versierter Heimwerker auf Fachleute verlassen sollte. Dazu gehört neben der Ausführung der Wasser-, Wärme- und Stromversorgung durch einen Fachinstallateur vor allem der Einbau der Dachwohnfenster. Der Grund: Arbeiten am Dach sind gefährlich, und Fehler beim Einbau können überdies schwer wiegende Folgeschäden verursachen.

Bei VELUX Dachwohnfenstern handelt es sich um ein abgestimmtes System bestehend aus dem eigentlichen Fenster, dem Eindeckrahmen, dem Dämm- und Anschlussrahmen und dem Innenfutter. Hier bietet nur der Einbau durch einen Dachdecker- oder Zimmerer-Betrieb die Sicherheit, dass alle Arbeiten qualitativ hochwertig ausgeführt werden und die Fenster die Ansprüche hinsichtlich Funktionalität, Luftdichtheit und Wärmedämmung erfüllen.

Weiter gehende Informationen zum Thema Dachausbau sowie Planungsregeln und Planungssoftware erhalten Sie über die VELUX Kundenbetreuung, die Sie montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr unter der Rufnummer 0180/3 33 33 99 erreichen, oder im Internet unter www.VELUX.de.