In Rotterdam wird Bürkle seinem Ruf als Kellerbau-Experte gerecht

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Rotterdam ist das Tor zur Welt. Im Nordwesten der Niederlande befindet sich der größte Hafen Europas. Die Nähe zum Wasser charakterisiert die gesamte Stadt. Aber nicht nur das: Auch das Bauen unterliegt hier ganz besonderen Gesetzmäßigkeiten.

Der hohe Grundwasserspiegel und die Bodenbeschaffenheit sind die größten Herausforderungen für Bauherren unweit der Nordsee — mehr als sechs Meter unterhalb des Meeresspiegels. Aufgrund dieser schwierigen Bedingung verzichten viele Niederländer auf einen Keller. Professor Arie Manintveld fand jedoch in Bürkle Kellerbau aus Sasbach einen Experten, der ihm sein Traumhaus ermöglichte.

Geschäftsführer Johannes Bürkle kennt die Herausforderungen: „Die Erdschichten rund um Rotterdam sind sehr torfhaltig und verformen sich bei starkem Druck.“ Um den sicheren Stand des Hauses zu gewährleisten, muss dieses daher tief im Boden verankert sein. Die Lösung sind 25 Meter lange Betonpfähle, die bis auf tragfähigen Grund reichen und so die Last des Gebäudes sicher übertragen. Wie weich der Untergrund rund um die Baustelle ist, zeigte sich bei der Ankunft der schweren LKW. „In der Straße entstand eine richtige Delle“, berichtet Johannes Bürkle mit einem Lächeln.

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Auf den starken Betonpfeilern ruht der gut 100 Quadratmeter große Keller. Auf ihm wurde ein Griffner-Haus in Holzskelettbauweise errichtet. An den Plänen hatte Professor Manintveld selbst mitgearbeitet. Der Wissenschaftler verwirklichte damit für sich und seine Familie ein Traumhaus nach eigenen Vorstellungen. Dazu gehörte neben dem Keller mit Technikraum auch eine Garage. Deren Auffahrt stellte die Bürkle-Experten vor eine weitere Herausforderung. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit und den damit verbundenen Bewegungen muss die Verbindung zwischen Garage und Straße flexible Übergänge haben, um Risse zu vermeiden. Eine einfache, feste Betonrampe, wie sie sonst eingesetzt wird, stand nicht zur Debatte. „Der Boden ist nicht stabil“, beschreibt es Diplom-Ingenieur Johannes Bürkle, „dementsprechend galt es, eine individuelle und sichere Lösung zu finden.“ Die Fachleute von Bürkle setzten auf eine Beschichtung mit Epoxydharz. Das ist äußerst strapazierfähig und löste damit den schwierigen Übergang von Bordstein zur Tiefgaragenabfahrt. Professor Manintveld jedenfalls ist begeistert: „Die Abfahrt ist perfekt! Eine super Lösung!“

Trotz der zahlreichen Herausforderungen und der Suche nach Lösungen war der maßgeschneiderte Keller in vier Wochen fertig — inklusive der Tiefbauarbeiten. In der ersten Aprilwoche wurde der Bagger das erste Mal eingesetzt, zum ersten Mai konnte Griffner-Haus dann bereits mit seinen Arbeiten beginnen.

Entstanden ist in diesen vier Wochen ein Keller der besonderen Art: Professor Manintveld hatte sich für eine durchgehende Raumhöhe von 2,65 Meter entschieden, um ein gutes Raumgefühl zu erzielen. Knapp einen halben Meter ragt der Keller aus der Grasnarbe heraus. „So habe ich noch die Möglichkeit, ein weiteres Fenster nachträglich einbauen zu können“, sagt der Wissenschaftler.

Der Keller ist edel gehalten, gefliest und wird harmonisch durch indirekte Beleuchtung erhellt. Eine Fußbodenheizung im ganzen Haus sorgt für angenehme Wärme. Im Technikraum arbeitet eine kraftvolle Luft-Wärmepumpe mit großem Warmwasserspeicher. Ein weiteres Problem in Rotterdam ist die ganzjährige hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 58 Prozent. Hier hat sich der Bauherr für die Klimatisierung und einhergehende Entfeuchtung des gesamten Gebäudes einschließlich des Kellers entschieden. Die eingesetzte Technik sorgt im gesamten Griffner-Haus und Bürkle- Keller für klare Verhältnisse, freut sich Professor Manintveld: „So ist auch der Keller garantiert immer ein trockenes Plätzchen.“

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Beleuchtung, Luftfeuchtigkeit, Heizung sowie die elektrischen Rollläden der großflächigen Glasfronten werden über eine zentrale Steuereinheit im Erdgeschoss reguliert. Bewe­gungssensoren an der mit Eichenholz verkleideten Keller­treppe von Bürkle aktivieren automatisch die Beleuchtung und sorgen dafür, dass die Stufen vor dem Betreten gut ausgeleuchtet sind. So gelangt man aus dem Keller ins Haus. Da Professor Manintveld offene Räume bevorzugt, wurde weitgehend auf Trennwände verzichtet. Die großen Glasfronten sorgen für viel Licht und lassen die Räume einladend wirken. Zwischen Haustür und Terrasse gibt es keine Wände oder Mauern: die Sicht nach draußen ist phänomenal. Im Sommer wird die großzügige Terrasse zum verlängerten Wohnzimmer. Die minimierten Schwellen im Übergangsbereich unterstützen diese positive Erscheinung zusätzlich. Der gepflegte Außenbereich unterstreicht den gradlinigen Charakter des Griffner-Hauses.

Küche und Essbereich befinden sich parallel zum offenen Wohnbereich und werden nur durch eine mit Glas verkleidete Treppe, die in den ersten Stock führt, von ihm getrennt. Lediglich das Schlafzimmer mit einem begehbaren Kleider­schrank und ein kleines Badezimmer sind vom offenen Konzept im Erdgeschoss ausgenommen. Auch beim Schlaf­zimmer hat Professor Manintveld seine Ideen umsetzen können: Bei gutem Wetter wird das Paar von der Morgensonne geweckt.

Auch die Glas-Treppe ist seine Idee: Sie wirkt freischwebend und selbsttragend, ist jedoch in Wirklichkeit an einer doppelten Wand aus Sicherheitsglas befestigt. So hält jede Stufe eine Belastung von bis zu 600 Kilogramm aus. „Es war schwierig für uns, einen Statiker zu finden, der sich mit dem Thema „Glas als tragendes Element“ auskennt. Zum Glück wurden wir dann doch fündig und konnten es in die Tat umsetzen“, sagt Professor Manintveld zufrieden über seine Partner von Bürkle und Griffner. „Mir war es wichtig, von vornherein auf ein helle, freundliche und vor allem barrierefreie Planung zu achten, denn schließlich wollen wir lange etwas von unserem neuen Heim haben.“

Im Obergeschoss des Hauses gibt es neben zwei Zimmern — etwa für Gäste — und einem großen Badezimmer mit Sauna den offenen Arbeitsbereich von Professor Manintveld. Auch der ist für die Zukunft gedacht. Bei Bedarf besteht die Option, durch den Einzug einer Wand ein zusätzliches Zimmer zu schaffen. „Damit sind wir für alle Eventualitäten vorbereitet“, sagt der Professor und lächelt seine 15 Monate alte Enkeltochter an.

Mehr Informationen unter www.buerkle-fertigkeller.de