In Fugen bohren - was ist zu beachten?

Miriam: "Worauf muss man achten, wenn man in Fugen bohrt, damit man nicht abrutscht und versehentlich die Fliese anbohrt? Welche Dübel- und Schraubengröße ist zu empfehlen? Sollte man kleiner vorbohren?"

Antwort von Karl: "Da gibt es sicher einige Meinungen dazu. Ich persönlich mache kein Löchlein vorher und bohre auch nicht vor, sonden bohre mit langsamer Drehzahl durch die Fugenmasse und die Fliesen und dann kommt es auf den Untergrund an, wie es weitergeht. Ist es z.B. Gips (weisser Bohrstaub), dann normal ohne Schlagbohren weiter, sind es Ziegel (roter Bohrstaub), kann je nach Qualität des Bohrers mit oder ohne Schlagbohren gearbeitet werden. Bei Beton (grauer Bohrstaub) gehts sowieso nur mehr mit Schlagbohren, sonst nicht. Mit einer guten Bohrmaschine ist auch ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es kommt nicht auf 30000 Schläge pro Minute oder auf 1500 Umdrehungen an. Ich verwende z.B. nur meine Hilti mit 4-Schneide-Bohrern und ich hab noch nie eine Fliese beschädigt, da diese Bohrer sehr ruhig laufen. Bei Fugenbohrungen wird eigentlich immer die Fliese ein wenig mitgebohrt, es sei denn du hast mindestens 7 mm Fugen und bohrst ein 6er Loch. Aber meistens sind die Fugen so um 4,5 mm und mit so winzigen Dübben kann nichts montiert werden, außer einem Haken für einen Waschlappen, da reicht aber auch ein Klebehaken. Welche Dübel und Schrauben Du verwenden sollst, kommt darauf an, was montiert wird. Bei einem Hängekästchen sollten es z.B. schon 8-10 mm Dübel sein und auf der Dübelschachtel stehen dann auch die Schraubenempfehlungen."