Holzfußböden - müssen die laut sein?

Freddy U.: Ich habe eine Eigentumswohnung in einem Altbau gekauft. Der Nachbar über mir hat Parkett verlegt, leider höre ich jeden Schritt. Ich möchte Schiffsplanken verlegen. Was muss ich beachten und was kann mein Nachbar tun, damit sich der Schall nicht überträgt?

Antwort des Baumarkt-Teams: Es gibt im Handel verschiedene Systeme und Materialien, mit denen sich das Problem beheben oder zumindest stark mildern läßt. Der gute Mann über Dir hat offenbar keine Trittschalldämmung verlegt. Darunter versteht man PE-Schaum-Materialien, die elastisch und komprimierbar sind (also kleine Unebenheiten gut ausgleichen) und als Rollenware sauber auf Stoß verlegt werden. Die Bahnen sollten mit doppelseitigem Klebeband auf dem Boden fixiert, die Nähte mit Klebeband überklebt werden. Bei Baufeuchte im Untergrund, zum Beispiel im Keller, sollte zusätzlich eine Dampfbremse angelegt werden, wobei es Dämmmaterialien gibt, die bereits mit einer Dampfsperre beschichtet sind. Ganz wichtig, lieber Freddy, sind Randdämmstreifen zur Vermeidung von Schallbrücken. Wahrscheinlich hat Dein "Obermann" auch das vergessen. Wände - besonders aus Beton - leiten den Schall "wunderbar" weiter. Du mußt übrigens nicht eigens Randdämmstreifen kaufen, Du kannst auch die Dämmbahn am Wandanschluß hochstehen lassen und nach dem Verlegen der Holzplanken die überstehenden Enden mit dem Teppichmesser "abrasieren".


    Merke:
    Wichtig sind die Randdämmstreifen,
    auch wenn es Dumme nicht begreifen.