Holzfassade - Schäden erkennen und beseitigen

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Ob bei Gartenhäuschen, Giebeln oder dem kompletten Holzhaus, eine Fassade aus Holz vermittelt immer einen einladenden, gemütlichen Eindruck. Aber Holz ist nun mal ein Naturprodukt, es altert und arbeitet - gerade im Außenbereich. An der Fassade ist es, neben dem Dach, zudem am stärksten der Witterung ausgesetzt. Unbehandelt hinterlassen Regen, Sonne und Schatten, aber auch Pilze ihre Spuren auf der Fassade. Das Holz vergraut, was auf die Lebensdauer der Fassade zwar keine Einwirkung hat, das Erscheinungsbild der Fassade jedoch stark verändert. Auch ohne zusätzlichen Schutz ist bei Holzbauten eine Lebenserwartung von 250 Jahren keine Seltenheit. Nur Konstruktionsfehler verzeihen Holzfassaden nicht. Wer sich an einer vergrauenden Fassade stört, sollte sich vom Gedanken "unbehandelte Holzfassade" ganz schnell wieder verabschieden. Für den bleibt nur die Behandlung seiner Fassade mit Dünn- oder Dickschichtlasur bzw. deckenden Lacken. Diese haben aber alle eine gegrenzte Lebensdauer und müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden.

Schäden aufgrund mangelnden konstruktiven Holzschutzes

holzfassade06.jpg Treten Schäden an der Holzfassade auf, liegt der Fehler meist in der Konstruktion. Fault Holz zum Beispiel auf größeren Flächen, fehlt entweder die Hinterlüftung oder sie reicht einfach nicht aus. Sind erste Anzeichen von Fäulnis zu entdecken, sollte zunächst überprüft werden, ob die Ein- und Austrittsschlitze für die Luft ober- und unterhalb der Lattungen frei liegen und nicht beispielsweise durch Laub verstopft sind. Ist dies der Fall, müssen diese gereinigt werden. Trocknet die Fassade dennoch nicht aus, muss die gesamte Holzfassade demontiert und die Hinterlüftung durch das Einziehen einer zusätzlichen Konterlattung vergrößert werden. Anschließend kommt die ganz Fassade wieder dran. Dabei wird unbrauchbar gewordenes Holz aussortiert und durch intaktes ersetzt.

Fängt das Holz von unten an zu faulen, liegt das daran, dass die betreffenden Hölzer Bodenkontakt haben oder der Abstand zum Boden nicht ausreicht. Die Stirnflächen stellen die Schwachstelle des Holzes dar, dort dringt das Wasser am ehesten in das Holz ein. Damit dies nicht weiterhin passiert, müssen die Hölzer gegebenenfalls gekürzt und der Erdkontakt beseitigt werden. Auch hier sollte unbrauchbar gewordenes Holz durch intaktes Holz ersetzt werden. Generell empfiehlt es sich schon, bei der Planung einer Holzfassade darauf zu achten, dass Einzelteile problemlos ausgetauscht werden können. Das kann bei Reparaturen sehr viel Geld sparen.

Neuer Anstrich für die Holzfassade

Bei einer oberflächenbehandelten Fassade ist der Unterhalt der entscheidende Faktor für eine lange Lebensdauer. Dabei gilt: Je dicker die gewählte Beschichtung, desto länger werden die Unterhaltsintervalle. Es gilt aber auch der allgemeine Grundsatz: Je länger man mit der Renovierung wartet, desto teurer wird es. So sollte die Fassade regelmäßig auf Farbabplatzer und auf Pilze, Algen und Insekten untersucht werden. Für die Erneuerung von Anstrichen gelten folgende grobe Richtwerte: Dickschichtlasuren sollten alle vier bis fünf Jahre und deckende Lacke alle fünf bis acht Jahre erneuert werden. In der folgenden Anleitung von Consolan zeigen wir Ihnen, wie das funktionieren kann.

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  1. Verwitterte Fassade


    Dieser verwitterten Fassade verhelfen wir mit farbigem Schutz zu neuer Ausstrahlung.
  2. Anstriche entfernen


    Zuerst befreien wir die Fassade von alten, schlecht haftenden Lackanstrichen. Um alte Farbschichten restlos zu entfernen, kann man das Holz abbeizen oder mit grobem Schleifpapier bearbeiten. Ergebnis: eine saubere Oberfläche, die optimale Haftung und Haltbarkeit des Anstrichs gewährleistet.
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  1. Fensterrahmen abschleifen


    Als Nächstes schleifen wir schadhafte Anstriche am Fenster ab. Noch intakte Altanstriche oder alte, abgewitterte Holzuntergründe müssen nur angeschliffen werden.
  2. Fassade grundieren


    Die abgeschliffene Fassade wird mit Consolan "Wetterschutz Holzgrund wässrig" grundiert: Das Produkt schützt Holz nachhaltig vor Bläuebefall und erhöht die Haftung des Anstrichs. Die Grundierung muss 12 Stunden trocknen. Ist noch tragfähiger Altlack vorhanden, entfällt dieser Arbeitsschritt.
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  1. Risse und Löcher ausspachteln


    Risse und tiefe Löcher in der Fassade müssen ausgespachtelt werden. Dazu verwenden wir Molto "2K-Holz-Füller": ein Zwei-Komponenten-Produkt, das im Mischungsverhältnis 1:1 angerührt wird und innerhalb von 30 Minuten verarbeitet werden sollte. Nach ca. 6 Stunden schleifen wir dann die Spachtelstellen glatt.
  2. Isolieranstrich für die Fassade


    Es folgt der Isolieranstrich mit Consolan "Isoliergrund Weiß", einer deckenden Spezialgrundierung, die verhindert, dass Holzinhaltsstoffe durchschlagen und unschöne Verfärbungen verursachen. Trockenzeit: ca. 2 Stunden.
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  1. Wetterschutzfarbe auftragen


    Mit einem Flächenstreicher oder einer Lackierrolle tragen wir abschließend zweimal Consolan "Wetterschutz-Farbe Weiß" auf: eine deckende, wetterfeste Farbe auf Wasserbasis, ideal für die farbige Gestaltung von Holz im Außenbereich. Trocknungszeit: jeweils ca. 2 Stunden.
  2. Glasflächen auskleben


    Zur Vorbereitung der Fenstergestaltung kleben wir die Glasflächen mit Malerkrepp ab.
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  1. Fensterrahmen lackieren


    Mit einem weichen Rundpinsel tragen wir auf den Fensterrahmen Dulux "Fenster- und Türenlack" auf Wasserbasis auf: Dieses Produkt auf Wasserbasis erhält hochwertige Holzbauteile formstabil, ist geruchsarm und trocknet schnell.
  2. Fensterlaibung farbig absetzen


    Im letzten Schritt setzen wir die Fensterlaibung mit Consolan "Wetterschutz-Farbe Blau" ab.