Holzbalkendecke einziehen - was muß ich beachten?

Roland S.: Wir möchten bei einem Pfettendach den Bereich über den Kehlbalken nutzen, die Kehlbalken jedoch von unten (DG) sichtbar belassen.
Welchen Deckenaufbau sollten wir wählen (von unten: Rigips, Spanplatten, Schalldaemmung, Trockenestrich-Platten, Bodenbelag? - Stärken und Materialien???)
Brauchen wir eine Dampfsperre?

Antwort des Baumarkt-Teams: Lieber Roland,
Du mußt zunächst einmal die Verkehrslasten berechnen, denn es kommen Tonnen an Gewicht zusammen (Deckenaufbau, Möbel, Personen) und es ist die Frage, ob Dein Pfettendach das alles trägt. Hier ist also der Architekt und der Statiker gefragt.

Die Frage nach der Dampfsperre ist nicht mit "ja" oder "nein" zu beantworten, denn es gibt Deckenaufbauten, bei denen es sinnvoll ist - und bei anderen wieder nicht. Sinnvoll, ja eigentlich unabdinglich ist eine Trittschalldämmung, damit der Rest der Familie, der eine Etage tiefer wohnt, nicht wahnsinnig wird.

Wir schlagen Dir in aller Kürze einen Standardaufbau vor von unten nach oben:

  • Balken aus Vollholz, gehobelt, 220 mm stark x mindestens 60 mm
  • Dielenbretter auf Nut und Feder als Sichtschalung
  • PE-Folie, sauber abgeklebt, nicht nur aus Gründen der Luftdichtigkeit, sondern vor allem aus Gründen der Reduzierung der Schallübertragung und als Rieselschutz je nach Art einer etwaigen Trockenschüttung
  • 12 mm Sperrholz
  • 30 mm Trockenschüttung (Geglühter Quarzsand u.a.)
  • 53/30 mm MF-Trittschalldämmplatten
  • 50 mm Zementestrich, in die sog. Estrichmatten eingearbeitet werden müssen
  • Dielung oder Teppichboden
oder   statt Sperrholz und Trockenschüttung

  • entsprechende dicht gestopfte Dämmung mit Mineralwolle (poröse Dämmstoffe wie Mineralwolle schlucken den Schall!)
  • Holzwerkstoffplatte oder Pavatex-Platte als schwimmender Estrich
  • Lage aus gewachstem Papier
  • Dielung