Hochbeet bauen — so wird das gemacht

Damit die Ernte im Herbst üppig ausfällt, ist im Frühjahr ein Hochbeet genau das Richtige. Es fördert schnelles und frühes Keimen des Saatguts. Aber nicht nur die Setzlinge profitieren. Durch das rückenschonende Gärtnern am höher gelegten Beet, hat auch der Gärtner etwas davon. Mit einem Hochbeet-Set liefert Hersteller GAH-Alberts jetzt die „Zutaten“ zum Selberbauen. Auch mit einem hochliegenden Frühbeet und unserem Pflanztisch ist rückenschonendes Arbeiten möglich. Beide Anleitungen finden Sie hier auf baumarkt.de.

Ein Hochbeet schafft eine bequeme Arbeitshöhe beim Gärtnern und bildet außerdem eine hervorragende Basis für schnelles Wachstum des Saatguts. Die richtige, nährstoffreiche Mischung der Befüllung spielt eine wichtige Rolle: Sie sollte aus Baum- und Strauchschnitt, Laub, Grünabfällen, Kompost und Gartenerde bestehen — wenn möglich, „verfeinert“ mit einer Extraportion Schnell-Komposter, Hornspänen oder auch Stallmist. Meist wird das Hochbeet gleichzeitig als Kompostkasten und als Kultivierungsfläche genutzt. Der Verrottungsprozess im Kompost wärmt den Beetboden auf und begünstigt dadurch eine frühe Ernte.

GAH-Alberts bietet für das Hochbeet Marke Eigenbau ein komplettes Beschläge-Set inklusive Montage-Anleitung und Anwendungsfilm auf CD. Das Set umfasst alles von Einschlag-Bodenhülsen, Einschlagwerkzeug und Speedschrauben bis hin zur Drahtspule, Erdankern, Pfostenkappen und dem Casanet-Drahtgeflecht. Materialien wie Holzbalken, Folie und Holzschutzlasur muss der Heimwerker zusätzlich besorgen.

Hochbeet selber bauen

Benötigtes Material: Bindedraht, Casanet-Geflecht, Erdanker, Holzbalken 70 x 70 mm, Holzschutzlasur, Konstruktionshölzer 145 x 27 mm, Pfostenkappen 70 x 70 mm, Holzschrauben Speed 40 (alternativ andere Tellerkopfschrauben mit Ø7x 40 mm), Holzschrauben mit Senkkopf Durchmesser 3,5x 25 mm, verstellbare Einschlagbodenhülsen für Holzpfosten 71 x 71 mm, Einschlagwerkzeug für Einschlagbodenhülsen sowie Teichfolie (0,5 mm stark, ca. 1,20 m breit x 7-8m lang) zum Auskleiden der Innenwände.

Benötigtes Werkzeug:

Akkuschrauber, Anschlagwinkel, Torx-Bit TX 30, Bohrer, Messer, Gabelschlüssel 19 mm, Elektrotacker, Hammer, Kappsäge, Pinsel, Schlauchwaage, Schraubenschlüssel, Seitenschneider, Tackernadeln, Vorschlaghammer, Stahlstange zum Vorlochen, Wasserwaage, Winkel-Wasserwaage, Zollstock, Bleistift.

Und so geht´s:

Geeigneten Platz für das Hochbeet auswählen und die gewünschte Größe des Hochbeets mit Erdankern abstecken. Diese mit Mauerschnur verbinden. Im abgesteckten Bereich die Grasnarbe entfernen.

Position der sechs verstellbaren Einschlagbodenhülsen ermitteln. Um die Hülsen leichter einschlagen zu können, sollten die Löcher durch Einschlagen einer Stahlstange vorgelocht werden. Dann Hülsen mit dem Einschlagwerkzeug vertikal einschlagen. Wie man Bodenhülsen für Holzpfosten setzt, erklären wir unseren Usern gerne in einer separaten Anleitung.

Die Holzpfosten auf gewünschte Länge kürzen, die unteren Enden mit Holzschutz beschichten und anschließend in die eingeschlagenen Hülsen stecken und mit jeweils zwei Speed-Schrauben beidseitig in den Hülsen fixieren. Mit der Winkelwasserwaage die Einschlaghülsen vertikal und in der Flucht ausrichten und mit einem Gabelschlüssel fixieren. Darauf achten, dass die Befestigungslöcher für die Pfosten in den Einschlagbodenhülsen an den langen Seiten in der Flucht von innen nach außen stehen.

Anhand des höchst stehenden Pfostens die gewünschte Höhe des Hochbeets festlegen. Bei den meisten Konstruktionen muss ein Höhenunterschied/Gefälle der Pfosten einkalkuliert werden. Mithilfe einer Schlauchwaage die Höhe der anderen Pfosten ermitteln und diese entsprechend kürzen. Anschließend die Pfosten wieder in den Einschlagbodenhülsen mit den Speedschrauben fixieren.

Hochbeet beplanken: Um einen konstruktiven Holzschutz zu gewährleisten, die ersten Bretter circa fünf Zentimeter vom Boden entfernt von innen mit den Befestigungsschrauben der Pfosten in den Einschlagbodenhülsen befestigen. Darauf achten, dass die Bretter an allen vier Seiten mittels Wasserwaage horizontal ausgerichtet und gut befestigt sind. Die ersten kurzen sowie auch die langen Bretter von außen durch die Pfostenaufnahmen der Einschlagbodenhülsen befestigen. Hierzu mit einem HSS Bohrer (Durchmesser 6 mm) die Löcher in den Brettern und den Hülsen vorbohren.

Nach der Montage der zweiten Bretthöhe zum Schutz vor Wühlmäusen und Maulwürfen auf circa 30 Zentimeter Höhe Casanet-Gitter einsetzen. Casanet-Bahnen zuschneiden, an den Außenseiten hoch biegen (eventuell ein Holzbrett zur Hilfe nehmen) und zugeschnittene Bahnen in das Hochbeet legen. Die umgebogenen Seiten mit einem Hand- oder Elektrotacker an den Holzbrettern befestigen. Die Seitenränder der mittleren Draht-Bahn mit Bindedraht mit den äußeren Bahnen verbinden.

Die restlichen Bretter anbringen sowie Außen- und Innenwände des Hochbeets mit Holzschutz streichen. Pfostenkappen an den oberen Pfostenenden montieren.

Innenwände des Hochbeets mit der Teichfolie auskleiden, um das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen. Dazu Folie an den Innenwänden festtackern. Die obere Kante der Folie umschlagen und an der Innenseite des Hochbeets mit Tackernadeln befestigen.

Hochbeet befüllen: ca. 20 cm grobe Äste und Ähnliches, ca. 20 cm Häckselgut, ca. 15 cm Gras/Laub/Stroh, ca. 15 cm Erde und grober Kompost, ca. 20 cm Muttererde als oberste Schicht. Unter die letzten drei Schichten noch Schnell-Komposter oder Hornspäne geben. Damit werden die Verrottung im Beet beschleunigt und Nährstoffe freigesetzt. Wann und wie Sie aussäen können, erfahren sie in unserem Garten-Tipp.

Mehr Informationen unter www.gah.de

Fotos: GAH Alberts