Hobby-Heimwerker sollten vor dem Treppenlift stoppen

Ein Treppenlift ist eine äußerst praktische Anschaffung. Besonders ältere oder gehbehinderte Menschen, für die eine Treppe ein gewaltiges Hindernis darstellen kann, wissen die Vorzüge eines solchen Geräts zu schätzen. Sitzlifte sind hier meist die erste Wahl, während Rollstuhlfahrer meist Plattformlifte bevorzugen. Die Letztgenannten lassen sich zudem gut dazu nutzen, schwere Lasten wie zum Beispiel Einkäufe einfach von einem Stockwerk ins nächste zu transportieren. Hinter einem Treppenlift und dessen Einbau steckt jedoch viel Feinarbeit und außerdem wäre ein fehlerhafter Treppenlift ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor, daher sollten Hobby-Heimwerker an Konstruktion und Einbau doch eher den Profis Platz machen.

Spezielle Anpassung von Nöten

Ein Treppenlift ist ein Präzisionsgerät und sollte dementsprechend auch so behandelt werden. Nicht umsonst werden auf Websites wie www.lifta.de professionelle Montage und Betreuung angeboten. Ein solcher Lift muss sehr genau in seine Umgebung eingepasst werden, um gut zu funktionieren, nicht zu viel Platz wegzunehmen sowie eine Erleichterung und kein Gesundheitsrisiko darzustellen. Soll der Treppenlift nicht unbedingt eine Wendeltreppe entlang fahren, sondern eher bei einer gerade Strecke verwendet werden, könnte angenommen werden, der Einbau wäre leicht selbst vorzunehmen. Es mag zwar stimmen, dass ein Lift bei einer gerade Treppe einfacher einzubauen ist, jedoch ist auch hier eine genaue Montage der Rohrsysteme von Nöten. Bei einer fehlerhaften Installation kann es im besten Fall zu leichten Unannehmlichkeiten bei der Nutzung kommen, ein Stehenbleiben des Lifts vor Ende der Treppe wäre hier beispielsweise denkbar. Nicht unwahrscheinlich sind hingegen auch Unfälle, die sich bei einer Fahrt in einem falsch montierten Treppenlift ergeben können.

Gewährleistung und Garantie

Durch den Eigeneinbau eines Treppenlifts wird in den meisten Fällen auf die Gewährleistung der Funktionalität und jedweden Garantieanspruch verzichtet. Auch die regelmäßig notwendige Wartung des Lifts könnte sich dadurch als problematisch erweisen, wobei der Hobby-Heimwerker, der den Treppenlift selbst montieren möchte, wahrscheinlich auch die Wartung des Geräts übernehmen will. Durch den Verzicht auf die Garantie kommt es im Schadensfall zu sehr hohen Kosten, die in vielen Fällen nicht durch die Ersparnis bei der Eigenmontage aufgewogen werden. Auf längere Sicht hat die eigene Installation eines Treppenlifts meist keinen Vorteil gegenüber der professionellen Arbeit. Erfahrene Monteure bauen einen Treppenlift bei jeder Art von Treppe innerhalb weniger Stunden ein, auch bei den späteren Wartungsarbeiten braucht ein Profi selten viel Zeit, da er genau weiß, worauf es zu achten gilt. Außerdem erhält der Kunde zumeist eine hilfreiche Einweisung bezüglich des Umgangs mit dem Treppenlift, den er sich ansonsten selbst erschließen müsste. Der Treppenlift stellt also wahrlich kein geeignetes Feld für Hobby-Heimwerker dar, sondern sollte lieber in die Hände von Profis gegeben werden.