Hebeanlagen oder das WC im Keller

Bisher war der Keller so gut wie ungenutzt. Daher kommen Sie auf die Idee, dort einen privaten Fitnessraum einzurichten. Damit Sie nach dem Training nicht mit den verschwitzten Klamotten durch das ganze Haus marschieren müssen, bauen Sie sich noch eine Dusche, ein Waschbecken und ein WC ein. Nach einem schweren Unwetter mit starken Regenfällen wollen Sie Ihre täglichen Fitnessübungen machen und sehen die Bescherung. Im Keller steht 10 cm hoch eine dreckige, eklige Brühe. Was war passiert? Von außen kam das Wasser nicht. Es kam aus der Kanalisation. Durch die starken Regenfälle war die Kanalisation überlastet und das Abwasser wurde gegen das Gefälle in der Rohrleitung zurückgedrückt. Es bildete sich ein Rückstau. Dies passierte, da Ihr Keller unter der sogenannten Rückstauebene liegt. Einfacher ausgedrückt, der Keller liegt unter der Straßenoberfläche.

Abhilfe gegen das Schmutzwasser im Keller schafft eine Hebeanlage. Mit dieser wird das Abwasser über die Rückstauebene transportiert und der öffentlichen Kanalisation zugeführt. Die Abwässer aus Toilette, Dusche oder Waschtisch werden in einem luftdichten, druckgeprüften korrosionsgeschützen Behälter gesammelt. Eine Pumpe oder ein Druckluftheber befördert die Abwässer in den höherliegenden Kanal (Druckentwässerung). Ein Rückschlagventil verhindert den Rückstau aus dem Kanal. Hebeanlagen gibt es für vielfältige Einsatzbereiche vom privaten Einfamilienhaus über den kleinen Gewerbebetrieb bis hin zu großen Industrieanlagen. Demenstprechend unterschiedlich ist auch der Aufwand, der betrieben werden muss, um eine Hebeanlage nachträglich einzubauen. Bei größeren Anlagen empfiehlt es sich grundsätzlich, die Installation bei einem Neubau gleich mitzuplanen.

Für die Ansprüche im Einfamilienhaus reichen Kleinhebeanlagen vollkommen aus. Diese automatisch arbeitenden Anlagen zerkleinern zunächst mit einer rotierenden Schneide die Fäkalien und führen sie dem Kanal oder dem Sammelabfluss zu. Die Firma Jung-Pumpen bietet als neueste Entwicklung den Wcfix 260 an, eine Hebeanlage ohne Schneidwerkzeug. Für das Abwasser wird lediglich ein dünnes Rohr mit 20 bis 30 mm Durchmesser benötigt. Die Hebeanlagen mit Kleinrohrsystemen sind einfach und problemlos zu installieren. Sie arbeiten leise und weitgehend wartungsfrei, wenn Sie in das WC nur das hineingeben, was hineingehört. Kleinhebeanlagen sind so klein, dass sie auch in eine Vorwandinstallation eingebaut werden können. Nach kompletter Installation wird das Ständerwerk mit feuchtraumgeeigneten Trockenbauelementen bekleidet. Diese können ganz normal verfliest oder verputzt werden. Der Wartungszugang zum Gerät besteht über eine Revisionsklappe.

Hersteller von Hebeanlagen für den Abwasserabtransport


Im vorigen Beitrag haben Sie einige allgemeine Informationen über Hebeanlagen erfahren. Damit Sie sich etwas ausführlicher informieren können, haben wir Ihnen die Hersteller zusammengesucht und einen Link zur Firmenseite erstellt:
Jung-Pumpen www.jung-pumpen.de
SFA-Sanibroy www.sanibroy.de
Kessel-Hebeanlagen www.kessel.de
Zehnder-Pumpen www.zehnder-pumpen.de
Grundfos-Hebeanlagen www.grundfos.com
WILO SW-Abwasserhebeanlagen www.wilo.de
ACO Haustechnik www.aco-haustechnik.de
Kordes www.kordes.de
HOMA Pumpen www.homa-pumpen.de

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