Haltbarkeit: Fertighäuser von 1974 - nur 50 Jahre haltbar?

Andreas N.: "Ich habe folgende Fragen zu einem Fertighaus (Baujahr 1974, Außenwände Holzrahmen m. Steinwolldämmung)
  1. Stimmt es, dass sich die Dämmung im Lauf der Jahre setzt, so dass die Isolierung deutlich schlechter wird? Wenn ja, kann dies wieder nachgebessert werden?

  2. Wie lange hält der Holzrahmen? Ich habe gehört, dass Fertighäuser aus den 70er Jahren eine Lebensdauer von 50 Jahren haben?

  3. Kann ich in Innenwänden problemlos einen Durchbruch (für eine Schiebetür) machen?

  4. Wie kann ich nachträglich Leitungen (Stromleitung, Wasserleitung) verlegen?"

"Lieber Andreas, da wir die Dämmung nicht kennen, können wir dazu nichts sagen. Sollte sich diese gesetzt haben, kann nachgebessert werden. Diese Frage betrifft im übrigen nicht den Fertighausbau, sondern auch den Massivhausbau, in dem z. T. mit denselben Materialien gedämmt wurde oder wird.

Zu 2:
Was man so alles hört! Kein Holzbauingenieur oder Forstwirt mag begreifen, wieso Vollkonstruktionsholz von 1970 schlechter als das von 2001 sein soll. Da der Holzrahmenbau in Skandinavien die übliche Bauweise ist, wundere ich mich, wieso ich in Schweden nur intakte Dörfer vorgefunden habe. Nach 50 Jahren müßte doch alles zusammengefallen sein - oder?

Zu 3:
Gehen Sie zu einem Zimmermann, legen Sie diesem die Baupläne vor (die müssen ja noch vorhanden sein) und der sagt Ihnen, wie man Innenwände versetzen oder durchbrechen kann. Problematisch ist das nicht.

Zu 4:
Wie Sie selbst sagen, ist die Grundkonstruktion ja ein Holzrahmen. Folglich ist es wesentlich einfacher, in einem Rahmen Leitungen zu verlegen, als in einer Massivwand. Möglicherweise müßte die Innenbeplankung an der einen oder anderen Stelle geöffnet werden. Die Leitungen werden dann verlegt, eine neue Beplankung wird vorgenommen (meistens Gipskartonplatten), das Ganze wird verputzt.

Umbauarbeiten - ganz gleich bei welcher Bauweise - machen immer Dreck. Im Fertigbau relativ wenig."