Glasfasertapete im Neubau - Gefahr durch Restfeuchte?

Ralf: “Wir werden im Oktober 2003 einen Neubau (Doppelhaushälfte mit Mauerwerk aus Bimsstein und Aussendämmung) beziehen. Mich interessiert nun, ob wir die Innenwände mit einem Glasfaservlies bekleben und anschließend streichen können, oder ob es aufgrund der austretenden Restfeuchte sinnvoller wäre, die Wände nur zu streichen und erst nach einiger Zeit zu "tapezieren". Hoffentlich kann mir jemand weiterhelfen."

Antwort von Liane: "Glasfasertapeten sind eigentlich lange out. Die freischwebenden Teilchen der Glasfaser sind nicht jedermanns Sache und die Glasfaser kriegt man auch nur noch schwer runter, trotz Tiefengrundierung. Möglich ist, eine Vliestapete zu kleben und darauf dann die Glasfasertapete - dann läßt sich das später sauber abziehen. Konkret jedoch: Der Putz muss trocken sein, egal was für eine Tapete draufkommen soll. Der Kleister selbst ist ja nass und diese Nässe muss abtrocknen. Bei feuchtem Putz geht das aber nicht oder nur unvollkommen. Natürlich kann man auf den feuchten Putz eine waschbeständige Dispersion streichen; würde ich aber nicht tun. Lieber tüchtig querlüften oder Bautrockner mieten. Ratsam ist, vor dem Kleben der Tapete eine Haftgrundierung aufzutragen, aber verdünnt im Verhältnis 1:4 oder 1:5."