Geräuschdämmung von Tiefgarage

Harald B.: "Ich bewohne eine Wohnung, die sich über einer Einfahrt zu einer Tiefgarage befindet, wobei sich Vibrationen in die Wohnung übertragen. In Richtung Tiefgarage ist auch noch ein Balkon mit Tür und großer Fensterfläche. Wie kann ich die Wohnung gegen diese Vibrationen isolieren?"

Vibrationen lassen sich nicht "wegisolieren", sondern allenfalls abfangen oder umleiten. Es ist ja so, daß der ganze Baukörper vibriert - also beim Bau gepfuscht wurde. Ohne umfangreichste Erneuerung des Ursprungs der Vibrationen, also dem Garagenboden oder der Zufahrt, geht da gar nichts. Vibrationen heißt, daß sich Schallwellen vom Garagenboden auf die Wände und schließlich auf Bett und Möbel übertragen. Der selbe Effekt läßt sich, nur in kleinerem Umfang, beobachten, wenn Sie mit einem Hammer einen Nagel in die Wand klopfen. Der Körperschall wird durch die Wände übertragen und läßt die Gläser im Regal des Nachbarn tanzen. Dies geschieht jedoch nicht permanent und kann daher toleriert werden. Ganz anders jedoch im Fall Ihrer Tiefgarage. Hier muss unbedingt etwas gegen das Vibrieren getan werden. Das Übel bei der Wurzel zu packen ist, wie bereits erläutert, sehr aufwendig und umfangreich. Da heißt es, die Vibrationen zumindest soweit einzudämpfen, daß man wieder schlafen kann. Die Wände werden weiter vibrieren. Es muss jedoch verhindert werden, daß sich die Vibrationen auf die Inneneinrichtung übertragen. Dafür gibt es Elastikpuffer, die Sie unter Bett, Tisch oder Schrank legen können. Auch Fenster und Türen können mit diesen Anschlagpuffern ausgerüstet werden. Diese Puffer nennen sich "Bumpons" und werden von der Firma 3M hergestellt. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, den Hausbesitzer ranzunehmen. Frist zur "Wandlung" stellen, Miete kürzen etc. - aber alles nur über Rechtsanwalt (Fachanwalt für Mietrecht).