GEA-Energielabel weist auf Stromspargeräte hin

col72.gifMit dieser europäischen Auszeichnung, für deren Vergabe in Deutschland die Gemeinschaft Energielabel Deutschland verantwortlich ist, werden seit neuestem Elektrogeräte gekennzeichnet, die sich durch geringe Leerlaufverluste und einen niedrigen Energieverbrauch auszeichnen.

Da die Zahl der Geräte, die mit einer kleinen, permanent leuchtenden Diode auf den dauernden Standby-Betrieb aufmerksam machen, ständig steigt, wird es immer wichtiger schon beim Kauf eines Elektrogerätes die Folgekosten durch den Energieverbrauch im Auge zu behalten. In einem Vier-Personen-Haushalt entstehen schon jetzt im Jahr rund 150 Mark an vermeidbaren Kosten durch den Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten.

Egal ob Spielkonsole, Anrufbeantworter oder Videogerät - kaum noch ein Gerät kommt ohne den "Bereitschaftszustand" aus, in dem es darauf wartet, beschäftigt zu werden. Das klassische Beispiel ist das Fernsehgerät, daß nur mit der Fernbedienung ausgeschaltet wird, damit man es später auch bequem wieder einschalten kann, ohne sich aus dem Sessel erheben zu müssen.

Aber auch Drucker, PC und Monitore verbrauchen heute selbst im offensichtlich ausgeschalteten Zustand Strom - und das oft nicht zu knapp: Bundesweit schlägt der Stand-by-Modus nach Angeben der Energieagentur NRW sogar mit 20,5 Millionen Kilowattstunden jährlich zu Buche. Zum Vergleich: Eine Großstadt wie Berlin verbraucht jährlich "nur" 14 Milliarden Kilowattstunden Strom.

Die Unterschiede im Stromverbrauch einzelner Geräte mit vergleichbaren Leistungsmerkmalen sind oft riesig: Wenig effiziente Geräte verbrauchen im Stand-by-Modus oft doppelt so viel Strom wie die sparsame Konkurrenz. Dummerweise ist eine Kennzeichnung der Verbrauchswerte nur bei Haushaltsgroßgeräten, wie etwa Waschmaschinen, vorgeschrieben.

Bei Unterhaltungs- und Informationselektronik sind solche Werte für den Käufer nur schwer oder überhaupt nicht erkennbar. Das GEA-Energielabel will diese Lücke schließen: Viermal im Jahr werden die Auszeichnungen an Geräte verschiedener Produktgruppen vergeben. Jährlich werden die Grenzwerte neu festgelegt, so daß gewährleistet ist, daß nur die energieffizientesten Geräte mit dem Aufkleber "belohnt" werden.

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