Gartenhaus aufbauen — so wird das gemacht

Gartenhäuser bzw. Gerätehäuser gibt es in allen erdenklichen Formen, Größen und Farben. Oft werden die Häuser als Bausätze angeboten. Der Heimwerker muss das Gartenhaus dann alleine montieren. Wir zeigen anhand eines Bausatzes von WEKA, wie das Schritt für Schritt funktioniert.

Jedes Gartenhaus benötigt ein Fundament, das absolut eben und rechtwinklig sein sollte. Es gibt verschiedene Möglichkeiten von der Fundamentplatte über ein Streifenfundament bis hin zu Punktfundamenten in Form von Gehwegplatten aus Beton. Wie man eine Fundamentplatte oder ein Streifenfundament herstellt, wird in folgender Anleitung erklärt.

Schritt 1: Fundamentplatten in einer Ebene

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In der vorliegenden Anleitung wurden Betonplatten als Fundament für das Gartenhaus gewählt. Die einzelnen Platten müssen alle in einer Ebene liegen, was mit einer Wasserwaage und einer Holzlatte überprüft wird. Die benötige Größe des Fundaments hängt von der Größe des Gartenhauses ab.

Schritt 2: Fußboden mit Bodenbalken beplanken

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Das Gartenhaus wird auf einem Rahmen aus Bodenbalken gelagert. Die Zwischenräume der Bodenbalken gewährleisten eine notwendige Unterlüftung des Hauses. Stöße von Bodenbalken werden mit einer Lasche verbunden. Die Lasche wird mit zwei Schrauben an den Bodenbalken befestigt. Der Abstand der Bodenbalken ergibt sich aus der Länge der Bodenschalungsbretter. Diese müssen mit ihrem Ende immer mittig auf einem Bodenbalken aufliegen. Die Fußbodenbretter werden an jedem Bodenbalken mit jeweils einer Schraube befestigt. Zuvor sollte der Rahmen noch auf Rechtwinkligkeit überprüft werden. Dies lässt sich ganz einfach bewerkstelligen, in dem man jeweils den Abstand der zwei schräg gegenüber liegenden Ecken misst. Dieser sollte bei einem Rechteck immer gleich sein.

Schritt 3: Wandelemente aufstellen

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Ist der Fußboden fertig beplankt, kann mit dem Aufstellen der Seitenwände begonnen werden. Die beiden Seitenwände und die Rückwand bestehen (im vorliegenden Beispiel) aus jeweils vier gleichen, vorgefertigten Wandelementen. Die einzelnen Wandelemente werden unten mit den Fußbodenbrettern verschraubt.

Schritt 4: Deckleisten an Übergängen verschrauben

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Um den nötigen Halt zu gewährleisten, sollte an einer Ecke begonnen werden. Alle weiteren Wandelemente schließen daran an. An den Übergängen zwischen den einzelnen Elementen werden Deckleisten verschraubt. Die Deckleisten sorgen zusätzlich für eine stabile Verbindung und müssen bündig mit den Wandelementen mit der Säge abgelängt werden.

Schritt 5: Türrahmen anbringen

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Stehen alle Wände, geht es mit der Dachmontage weiter. Vorher muss der Türrahmen zusammengeschraubt und an der Türöffnung befestigt werden. Der Rahmen besteht aus einem Rahmenholz links und rechts und einem Querstück oben. Unten wird eine Metallschiene angeschraubt. Diese wird wiederum an einer Anschlagleiste befestigt, die zwischen die Türöffnung geschraubt werden muss. Ist der Rahmen an der Türöffnung befestigt, geht es mit der Dachmontage weiter. Dazu werden die beiden Elemente für das Giebeldreieck miteinander verschraubt.

Schritt 6: Giebeldreiecke anbringen

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Insgesamt werden zwei große und zwei kleine Giebeldreiecke für die Dachkonstruktion benötigt. Die Giebeldreiecke setzt man auf die Wandelemente und verschraubt sie mit diesen. Das geschieht mit Deckleisten. Diese überdecken die Stöße zwischen Giebeldreieck und Wandelement.

Schritt 7: Pfetten einziehen

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Zur Versteifung der Dachkonstruktion sowie zur späteren Anbringung der Dachschalung werden zwei Pfetten eingezogen. Die untere Pfette liegt auf einem Rahmenholz auf. Mit einem Bleistift wird markiert, wo dieses Auflager angeschraubt werden soll. Wie alle Teile, sollte das Rahmenholz vorgebohrt werden. Eine Schraubenversenkung ist dabei empfehlenswert. Das Rahmenholz wird mit zwei Schrauben am Giebeldreieck befestigt.

Schritt 8: Rahmenholz am Giebeldreieck befestigen

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Das Auflager für die obere Pfette bildet ein Metallwinkel, der auf ein Stück Rahmenholz geschraubt wird. Das Rahmenholz wird, wie zuvor beschrieben, senkrecht am Giebeldreieck befestigt. Wie beim gesamten Aufbau des Gartenhauses, ist es auch beim Anbringen der Pfetten hilfreich, wenn man das nicht alleine macht, sondern jemanden dabei hat, der einem hilft. Die untere Pfette wird zusätzlich mit einer schräg angebrachten Schraube gesichert. Von außen werden weiße Deckleisten an den Ecken, oben und an den Stößen der Wandelemente befestigt. Die obere Deckleiste dient als Dachauflage.

Schritt 9: Auflagerhölzer anbringen

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An den Stirnseiten des Gartenhauses werden nun abgeschrägte Auflagerhölzer angebracht. Diese dienen später als Auflager für die Dachschalung. Die Auflagerhölzer werden jeweils mit zwei Schrauben von innen befestigt.

Schritt 10: Fenster einsetzen

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Jetzt werden die Fenster eingesetzt. Die Fenster können ineinander gesteckt werden und liegen auf dem unteren Sparren auf. Zusätzlich werden sie miteinander und mit den Giebeln verschraubt. Sind die Fenster montiert, folgt das Anschrauben der Dachschalung. Aus Sicherheitsgründen sollte dabei nicht auf dem Dach rumgekraxelt werden, sondern es sollte eine Leiter und soweit wie möglich von der Innenseite aus montiert werden.

Schritt 11: Dachpappe anbringen

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Zum Schutz vor Regen und Feuchtigkeit, bekommt die Dachschalung eine Haut aus Dachpappe. Befestigt wird die Dachpappe mit speziellen Dachpappstiften. Diese Dachpappennägel sind sehr kurz und haben einen breiten Kopf. Durch den breiten Kopf wird das Herausreißen der Dachpappe verhindert. Sie hat dadurch einen besseren Halt. Die Dachpappe muss zu allen Seiten ca. 5 cm größer als die Dachschalung sein. Der Anschluss an die Fenster wird dadurch hergestellt, in dem man die Dachpappe etwa 2 cm nach oben zieht.

Schritt 12: Hobelbretter befestigen

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An der Stirnseite werden Hobelbretter befestigt. Beim Befestigen wird die überstehende Dachpappe mit eingeklemmt. An den Traufen werden von unten Deckleisten angebracht. Auch hier wird die Dachpappe mit eingeklemmt. Dies verhindert, dass Wasser auf die Dachschalung gelangt und diese beschädigt.

Schritt 13: Tür montieren

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Abschließend muss noch die Tür montiert werden. Diese besteht aus einem linken und einem rechten Türflügel. Der linke Türflügel wird mit zwei Schubriegeln mit Schließblech arretiert, die oben und unten am Türrahmen angeschraubt werden müssen. Beim rechten Türflügel müssen die Drückergarnitur und der Schließzylinder montiert werden. Nun kann die Tür in die zuvor angeschraubten Angeln gehängt werden. Jetzt noch die Kreuzsprossen an die Türfenster geschraubt, dann steht einer Nutzung des Gartenhauses nichts mehr im Weg. 

Fotos: WEKA / Bauer-Verlag