Garten mit Riesenbärenklau überwuchert

Paul F. aus Bad N.: Bei der Besichtigung eines Baugrundstücks, das mir sehr gefällt, sind mir kniehohe Pflanzen mit haarigen Stengeln und sehr großen, gezackten Blättern aufgefallen, die den ganzen Garten überwuchern. Ich habe einen fingerdicken Stengel durchgebrochen. Der Stengel war hohl. Der Makler meinte, das seien harmlose Wildkräuter. Mir kommt die Sache aber spanisch vor.

Antwort des Baumarkt-Gartendoktors: Lieber Päule,
gut das Du gefragt hast! Dein e-Mail ging am 23. April ein, da war der Riesenbärenklau - und um den scheint es sich mit fast 100%-iger Sicherheit zu handeln - noch im Wachtsumstadium. Im Sommer erreicht er eine Höhe bis zu 3 Metern und treibt Dolden aus bis zu 80 cm Durchmesser. Und wenn Dir die Sache spanisch vorkommt, so,liegt Du gar nicht mal so falsch: Das Zeug wurde aus Südamerika in Europa eingeschleppt (wo man bekanntlich spanisch spricht). Der Riesenbärenklau vermehrt sich erstens wie die Pest und im Sommer bei Sonneneinstrahlung kannst Du Dir an dem Zeug, wenn Du in kurzer Hose durch den Garten gehst, Verätzungen holen, an denen Du Wochen herumlaborieren kannst. Wenn Du den Bärenklau ausgraben willst, hast Du viel Arbeit - er treibt Wurzeln von 80 cm Länge. Und wenn Du diese nicht ganz ausgräbst, kannst Du dieses "harmlose Wildkraut" im nächsten Jahr erneut begrüßen. An der Graberei kannst Du dann fast verzweifeln, weshalb eigentlich nur Unkrautvernichtungs- mittel sinnvoll sind. Mein Rat: Ziehe Einmalhandschuhe an und bestreiche die Blätter mit einem Pinsel, den Du mit Blattkontaktgiften getränkt hast. Dadurch wird nur der Bärenklau vernichtet - und zwar bis in die Wurzeln. Ich würde das Grundstück an Deiner Stelle übrigens nicht kaufen - und wenn, dann nur bei einem kräftigen Preisnachlaß.

    Merke:
    Da hilft kein Beten und Verteufeln -
    am Bärenklau kann man verzweifeln!