Fußbodenkühlung - Abhilfe bei heißen Sohlen

Im Winter sorgt eine Fußbodenheizung für mollig warme Füße. Im Sommer hat sie Urlaub, liegt faul herum und tut nichts. Das muss nicht sein, denn eine Fußbodenheizung kann auch kühlen - wenn sie mit Wasser betrieben wird. Dazu sind nur wenige zusätzliche oder in ihrer Funktion erweiterte Regelkomponenten erforderlich. Die Kälterzeugung kann über ein Kälteaggregat oder alternative Energieträger wie Erdwärmetauscher oder umstellbare Wärmepumpen erfolgen.

Gerade durch die Energieeinsparverordnung wurden die Anforderungen an die Dämmung von Alt- und Neubauten weiter verschärft. Das ist gut im Winter, denn die Wohnung bleibt warm. Dies bleibt sie leider auch im Sommer, denn die Wärme kommt nicht so gut nach draußen. Auch die so gut wie gar nicht vorhandene Speicherfähigkeit der Dämmstoffe spielt eine Rolle bei überhitzten Räumen. Zusätzlich aufgeheizt wird die Wohnung durch die Abwärme von Waschen, Baden oder Duschen sowie Wärmelasten von Beleuchtung und anderen elektrische Geräten wie Fernseher, Computer oder Kühlschrank. Hinzu kommen durch moderne Baustile auch immer größere Glasflächen. Das alles führt dazu, dass das Raumklima leidet und man sich in seiner Wohnung nicht mehr wohl fühlt.

fbkuehlung.gif Abhilfe kann in diesem Fall die Flächenkühlung schaffen. Dabei erfolgt der Wärmeaustausch zwischen den Personen und den großen Kühlflächen zugluftfrei und überwiegend durch Strahlung. So ist auch im Hochsommer ein behagliches Raumklima zu erreichen. Anders als die Klimaanlage sorgt die Flächenkühlung für eine stille bzw. sanfte Kühlung ohne Luftverwirbelungen. Dies ist besonders für Allergiker von Vorteil. Der menschliche Körper verspürt das größte Wohlempfinden, wenn er mindestens 50% seiner Wärmeabgabe über Strahlung regulieren kann. Damit kommt die Flächenkühlung den Bedürfnissen des Menschen entgegen.

Eine Flächenkühlung ist auch bei den Wänden oder der Decke möglich. Da aber der überwiegende Teil der in den Raum gelangenden Sonneneinstrahlung auf den Fußboden auftrifft, ist die Flächenkühlung dort am wirkungsvollsten. Da man auf dem Fußboden aber auch mal barfuß unterwegs ist, sollte die Oberflächentemperatur mindestens 19°C betragen. Bei der Fußbodenkühlung unterscheidet man zwischen Trockensystemen und Naßsystemen. Bei Naßsystemen werden die Rohre auf dem Wärmeschutz über dem Rohbeton verlegt und mit Estrich vergossen. Bei Trockensystemen werden die Rohre in Systemplatten verlegt, die meist auch die untere Wärmedämmung bilden. Darauf kommen anschließend Trockenestrichplatten. Wie das genau funktioniert, kann man hier nachlesen.