Fundament für Gartenhaus bauen

Sie möchten in Ihrem Garten ein "kleines Häuschen" errichten und wollen es auf ein richtig schönes Fundament bzw. eine Betonbodenplatte setzen? Ein Bauunternehmen ist Ihnen zu teuer, also errichten Sie es in Eigenarbeit. Aber wie geht das? Wir helfen Ihnen dabei.

Eine Baugenehmigung haben Sie? Nein? Die brauchen Sie möglicherweise. Ab einem bestimmten Raumvolumen (Breite X Tiefe X Höhe) wird eine Genehmigung benötigt. Da dies jedoch von Ort zu Ort unterschiedlich gehandhabt wird, sollten Sie sich vorher beim zuständigen Bauamt informieren. Wenn die Formalien geklärt sind, können Sie loslegen.

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Sie den Untergrund für Ihr Gartenhaus anlegen können. Sollten die Abmessungen Ihres Gartenhauses so klein sein, dass es lediglich zur Lagerung von Gartengeräten oder ähnlichem verwendet werden soll, reicht es vollkommen aus, den Untergrund einzuebnen und zu verdichten. Eine Kiesschüttung mit Gehwegplattenabdeckung ist in diesem Fall zusätzlich möglich. Wollen Sie jedoch Ihr Gartenhaus frostsicher gestalten, sollten Sie ein Punktfundament, Streifenfundament oder eine Bodenplatte betonieren.

Welche dieser Möglichkeiten die richtige für Ihr Gartenhaus ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist der Baugrund. Ist der Baugrund wenig standfest, sollte man sich für eine Bodenplatte entscheiden, da hier die Lasten auf eine größere Fläche verteilt werden. Ein Streifenfundament ist ideal, wenn Linienlasten zum Beispiel in Form von Wänden abgeleitet werden sollen. Sollen Einzellasten (zum Beispiel die Ständer eines Gartenhaus) abgetragen werden, eignet sich das Punktfundament am besten.

Neben diesen können aber auch ganz praktische Gründe für das eine oder andere Fundament sprechen. So ist beispielsweise ein Punktfundament schwieriger herzustellen als ein Streifenfundament. Eine Fundamentplatte ist im Gegensatz zu einem Streifenfundament wiederum einfacher in der Ausführung. Der Nachteil liegt dabei aber im hohen Beton- und Bewehrungsbedarf, da die Platte um einiges dicker ausfällt.

In manchen Kleingartenanlagen wird zudem die Fundamentart vorgeschrieben. Dann ist es zum Beispiel verboten, Streifenfundamente oder eine Bodenplatte zu betonieren. Wir stellen jedenfalls alle drei Varianten vor, aus der Sie sich die gewünschte auswählen können. Zusätzlich stellen wir noch einen Fundamentstein vor, der im Prinzip wie ein Punktfundament funktioniert und vom Heimwerker ganz einfach verlegt werden kann.

Fundamentplatte für ein Gartenhaus betonieren

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Eine Fundamentplatte ist im Gegensatz zu einem Streifenfundament einfacher in der Ausführung. Der Nachteil liegt im hohen Beton- und Bewehrungsbedarf, da die Platte um einiges dicker ausfällt.

Für die Fundamentplatte heben Sie den Boden zunächst über die ganze Grundrissfläche (bzw. umlaufend 10 cm größer) 30 cm tief aus. Falls nötig (siehe auch Streifenfundament) stellen Sie nun eine Randschalung aus Brettern oder Dielen her. Als Maßnahme gegen aufsteigende Feuchtigkeit verteilt man nun eine kapillarbrechende 15 cm dicke Kiesschicht. Verwenden Sie sogenannten "Füllstoff", den es in jedem Kieswerk gibt und der aus einem ungewaschenen Kies-Sand-Gemisch besteht. Den Kies sollten Sie sorgfältig verdichten, also fest "einstampfen". Anschließend wird der Kies mit einer dicken PE-Folie belegt.

Nun füllen Sie Beton ein - etwa 5 - 7 cm und legen auf den feuchten Boden als Bewehrung "Q-Matten" aus, die Sie zuvor zugeschnitten und zurechtgelegt haben. Diese Matten des Typs 188 oder 221 sind jedermann als "Stahlmatten" bekannt. Wenn Sie die Matten stückeln müssen, dann so, daß drei Quadratreihen überlappen. Nun wird der restliche Beton verfüllt und sauber abgezogen. Richtiger ist auf jeden Fall, die Stahlmatten auf sog. Abstandhaltern auf die Folie zu legen und dann den Beton auf einen "Rutsch einzubringen".

Beachten Sie, daß die Matten seitlich nicht aus der Bodenplatte herausragen dürfen, ein Abstand von etwa 3 cm zum seitlichen Rand der Bodenplatte ist einzuhalten.

Und welchen Beton sollten Sie nehmen? Wenn Sie Fließbeton bestellen, was in jedem Fall sinnvoll ist, so nehmen Sie Beton "B 25" der Körnung 0/16.

Wenn Sie den Beton selbst mischen, nehmen Sie Kies der Körnung 0/16 und Portlandzement PZ 35 im Mischungsverhältnis 12 Schaufeln Kies und 3 Schaufeln Zement. Wasser braucht man natürlich auch. Das Verhältnis Wasser zu Zement ( in Gramm gemessen) sollte etwa eins zu zwei betragen. Bei zum Beispiel 10 kg Zement entspricht das 5 kg bzw. 5 Liter Wasser.

Streifenfundamente für ein Gartenhaus betonieren

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Um ein dauerhaftes und frostsicheres Streifenfundament zu erstellen, muss es mindestens 80 cm tief in das Boden eingebunden werden. Dadurch wird ein Abplatzen oder Sprengen des Betons durch Frosteinwirkung verhindert. Streifenfundamente werden unter den tragenden Wänden angeordnet und können im Fall unseres Gartenhäuschens, das eine geringe und gleichmäßige Belastung ausübt, ohne Bewehrung ausgeführt werden. Vorteil einer Streifengründung ist, daß die Bodenplatte wesentlich dünner und mit weniger Bewehrung ausgeführt werden kann. Bei der Bodenplatte reicht eine Dicke von 10 cm.

Bodenplatte und Streifenfundament werden am besten in einem Stück betoniert. Stecken Sie also zunächst die Außenmasse Ihres Gartenhäuschens ab und heben Sie den Boden 20 cm tief aus. Unter den Außenwänden heben Sie einen 60 cm tiefen und 30 cm breiten Graben aus. Insgesamt kommen Sie damit für Ihre Streifengründung auf 80 cm Tiefe und sind im frostsicheren Bereich.

Schalung für das Streifenfundament

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Wenn Ihnen der Graben nicht zusammenfällt (stehender Boden), kann man auf eine Schalung verzichten. Ist der Boden jedoch sandig und die Ausschachtung bröckelt ab, müssen Sie eine Schalung vornehmen. Dies bedeutet natürlich weitere Arbeit.

Nehmen Sie eine Span- bzw. OSB-Platte (mindestens 80 cm hoch) und stellen sie diese an die äußere Böschung. Alle 50 cm befestigen Sie ein Kantholz zur Aussteifung und stützen es seitlich ab.

Ganz elegant geht es mit speziellen Fundament-Formteilen aus expandiertem Polystyrol (EPS), wie sie z.B. die Firma Unidek, Bremen herstellt. Die Schalungselemente können einfach auf dem tragfähigen Boden montiert werden. Die Schalung bleibt nach dem Betonieren im Boden zurück und übernimmt die Aufgabe einer Dämmung.

Bringen Sie nun auf der Fläche der Bodenplatte eine sogenannte Sauberkeitsschicht an. Diese besteht aus einer 10 cm dicken Kiesschüttung, die Sie verdichten sollten. Über die verdichtete Kiesschicht legen Sie eine PE-Folie. Um Sicherheit gegen Rißbildung zu haben, brauchen Sie noch eine Bewehrung. Nehmen Sie Stahlmatten Q 131 oder Q 188. Die Stahlmatten verteilen Sie über die gesamte Querschnittsfläche. Schneiden Sie die Matten auf Ihre Masse zurecht. Treffen zwei Mattenstücke aufeinander, müssen sie überlappend verlegt werden (drei Quadratreihen). Um die nötige Betondeckung zu erhalten, befestigen Sie Abstandhalter an der Bewehrung. Auch an den Rändern muss die Betondeckung gewährleistet sein. Legen Sie die Stahlmatten also nicht bis an den Rand, sondern lassen Sie einen Abstand von ca. 3 cm.

Nun können Sie anfangen zu betonieren. Es ist auf alle Fälle ratsam, den Beton von einem Betonwerk zu beziehen, denn nur so ist eine einwandfreie Mischung und Konsistenz gegeben. Bestellen Sie einen Beton "B25" der Körnung 0/16.

Füllen Sie nun den Beton in die Ausschachtung und verdichten Sie Ihn durch stampfen mit einem Kantholz oder ähnlichem. Sind Sie ganz professionell, leihen Sie sich einen Rüttler und verdichten den Beton auf diese Weise. Ziehen Sie nun die Oberfläche des Betons glatt und nivillieren Sie die Oberfläche waagerecht aus.

Im Sommer sollten Sie zusätzlich darauf achten, die Betonoberfläche feucht zu halten. Zu schnelles Austrocknen fördert die Rißbildung.

Punktfundamente für Gartenhaus, Carport und Spielturm betonieren

Bei einem Punktfundament werden die Lasten über mehrere Einzelfundamente in den Baugrund geleitet. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Baugrund an allen Stellen in etwas gleich ist. Ansonsten besteht die Gefahr unterschiedlicher Setzungen. Setzungsempfindlich sind Punktfundamente aber auch aus einem anderen Grund. Schließlich konzentriert sich die Lasteinleitung in den Baugrund auf wenige Punkte, während beim Streifenfundament sich die Lasteinleitung auf eine größere Fläche verteilt. Für einen sandigen, wenig standfesten Boden ist ein Punktfundament daher eher ungeeignet. Es sei denn, man gründet so tief, dass man auf festen Grund stößt. Das kann aber einen erheblichen Aufwand mit sich bringen.

Die Fundamenttiefe sollte wie beim Streifenfundament in unseren Breiten nicht unter 80 cm liegen (in höheren Lagen bis zu 150 cm), damit das Bauwerk frostsicher steht. Ansonsten würde sich das unter der Fundamentsohle unweigerlich sammelnde Wasser gefrieren und durch die damit einhergehende Volumenzunahme das Ganze anheben. Ein schiefes Garten-„Bauwerk“ möchte wohl keiner haben.

Bei der Ausführung der Punktfundamente gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Die einfachste und schnellste Lösung sind sogenannte Einschlaghülsen. Diese metallenen Bodenhülsen werden mit dem Vorschlaghammer in den Boden eingetrieben. Anschließend können die Ständer des Gartenhauses, des Carports oder des Spielturms in die Hülsen geschoben werden. Das Verfahren eignet sich allerdings nur bei entsprechendem Untergrund (also standfesten Böden) und wenn das „Bauwerk“ nicht zu schwer ist.

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Eine einfache Lösung für ein Punktfundament lässt sich auch mit Pflanzsteinen realisieren. Die Fundamente werden aus "Minipflanzsteinen" mit den Maßen 20 x 20 x 30 cm gebaut. Um die Bodenbalken zu befestigen, wird ein Rispenband einbetoniert. Es werden 3 Minipflanzsteine aufeinander gesetzt und mit Beton ausgefüllt, um auf die erforderliche frostfreie Tiefe zu kommen.

Sowohl bei der Lösung Bodenhülse als auch bei der Lösung Pflanzstein gibt es keine Betonplatte als Untergrund, Gartenhäuser, Carports oder Spieltürme "schweben" sozusagen in der Luft, da das Holz keinen direkten Kontakt zum Boden haben darf.

Wer aber dennoch eine Betonplatte haben möchte, dem empfehlen wir diese "Luxusvariante" mit betonierten Punktfundamenten und eben der erwähnten Betonplatte.

Zunächst müssen die Punktfundamente und die Fläche für die Betonplatte ausgeschachtet werden. Die Abmessungen für die Punktfundamente sollten mindestens 30 x 30 cm, besser jedoch 50 x 50 cm betragen. Je größer und schwerer das „Bauwerk“, desto größer müssen auch die Fundamente sein. Daher sind die genannten Maße die Mindestanforderungen an das Fundament. Für die Betonplatte muss der Boden 20 cm tief ausgehoben werden, die Punktfundamente müssen 80 cm tief sein (Frostgrenze). Ist der Boden, wie hier auf der Abbildung, standfest, so kann auf eine Schalung verzichtet werden. Ist der Boden jedoch sandig und die Ausschachtung bröckelt ab, muss er abgestützt werden. Dies geschieht beispielsweise mit einer Span- oder OSB-Platte. Alle 50 cm wird ein Kantholz zur Aussteifung befestigt und seitlich abgestützt.

Wie viele Punktfundamente benötigt werden, hängt von der Belastung und der Anzahl der Ständer ab. Beim Gartenhaus normaler Größe reichen in der Regel jedoch 4 Punktfundamente an den Ecken aus. Wer will, kann jeweils in der Mitte der langen Seite ein weiteres Punktfundament anlegen.

Doch zurück zur Bodenplatte: Bringen Sie nun auf der Fläche für die Bodenplatte eine sogenannte Sauberkeitsschicht an. Diese besteht aus einer 10 cm dicken Kiesschüttung, die Sie verdichten sollten. Über die verdichtete Kiesschicht legen Sie eine PE-Folie. Um Sicherheit gegen Rissbildung zu haben, brauchen Sie noch eine Bewehrung. Nehmen Sie Stahlmatten Q 131 oder Q 188. Die Stahlmatten verteilen Sie über die gesamte Querschnittsfläche. Schneiden Sie die Matten auf Ihre Maße zurecht. Treffen zwei Mattenstücke aufeinander, müssen sie überlappend verlegt werden (drei Quadratreihen). Um die nötige Betondeckung zu erhalten, befestigen Sie Abstandhalter an der Bewehrung. Auch an den Rändern muss die Betondeckung gewährleistet sein. Legen Sie die Stahlmatten also nicht bis an den Rand, sondern lassen Sie einen Abstand von ca. 3 cm.

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Nun können Sie anfangen zu betonieren. Es ist auf alle Fälle ratsam, den Beton von einem Betonwerk zu beziehen, denn nur so ist eine einwandfreie Mischung und Konsistenz gegeben. Bestellen Sie einen Beton "B25" der Körnung 0/16. Wer den Beton selbst herstellen möchte, der kann auf das Betonrezept aus dem Kapitel Fundamentplatte zurückgreifen.

Zunächst wird der Beton lagenweise in die Punktfundamente eingefüllt und verdichtet (z.B. mit einem Kantholz). Anschließend können Betonanker eingesetzt und lot- und fluchtgerecht ausgerichtet werden. Danach wird der Beton auf der eingeschalten und mit einer Baufolie abgedeckten Sauberkeitsschicht in erdfeuchter Konsistenz aufgefüllt und mit einer Schaufel gleichmäßig verteilt.

Der Beton ist zu verdichten und wird mittels eines Richtscheits über die Schalung planeben abgezogen. Zum Abziehen kann auch ein gerades Holzbrett eingesetzt werden. Die Betonfläche ist ca. 7 Tage mit einer Folie abzudecken und feucht zu halten. Anschließend sollte das Betonfundament mit einer Dichtschlämme versehen werden, um die nachträglich geplante Holzkonstruktion vor Feuchtigkeit zu schützen.

Alle Fotos im Abschnitt "Punktfundament" stammen von quick-mix. (c) für den Text: pw-internet.de

Fundamentstein als Gründung für Holzterrasse oder Gartenhaus

fundament01.jpgBeim Aufbau von Holzterrassen stellte der Unterbau bislang das größte Problem dar. Große Erdbewegungen sowie das Verlegen waren hier vonnöten - meist durchgeführt von einem echten Profi. Mit dem Fundamentstein von Keienburg Beton wird eine derart aufwändige Montage hinfällig: Es genügt, den Untergrund punktuell zu verdichten und den Fundamentstein darauf auszunivellieren. Auf diese Weise wird der Aufbau von Holzterrassen und Gartenhäusern zum Kinderspiel für jeden Heimwerker. Durch die revolutionäre Produktentwicklung lässt sich eine langfristig sichere Fundamentierung in Eigenregie verwirklichen - einfach und schnell.

6 Schritte zur perfekten Holzterrasse

In nur wenigen Schritten geht der Traum von der eigenen Holzterrasse in Erfüllung: Zunächst wird der Untergrund zur Vorbereitung der Verlegung der Fundamentsteine mittels Sand oder Splitt verdichtet. Anschließend gilt es die Abstände bzw. die Ausrichtung der Steine durch Tragholz und Wasserwaage auszumessen, bevor die benötigten Fundamentsteine angeordnet werden. Zur Vermeidung von Graswuchs unter der Terrasse wird der Raum zwischen den Steinen einfach mit Vlies ausgelegt und mit Kies bedeckt. Jetzt können die Unterkonstruktions-Hölzer in die Fundamentsteine eingesetzt werden.

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Wichtig: Der Ausgleich von Höhendifferenzen erfolgt durch ein Kantholz (10 x 10 cm), welches in die entsprechende Aussparung des Fundamentsteines gestellt wird. Um Feuchtigkeit zwischen Fundamentstein und Holzunterkonstruktion zu verhindern, wurden in diesem Bereich Wasserablaufrillen eingebaut. Die Höhe wird einfach über die Wasserwaage genommen und dazu mittels eines Winkels verschraubt. In einem letzten Schritt erfolgt die endgültige Verlegung der Terrassenbretter - und schon kann unter freiem Himmel komfortabel Platz genommen werden.

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Durch die schnelle und einfache Gründung mit Fundamentsteinen lassen sich nicht nur Kosten sparen, sondern noch weitere Vorteile nutzen: So wird das Terrassenholz gut unterlüftet und liegt dabei nicht im feuchten Boden. Zudem kann die Terrasse bei Bedarf leicht demontiert werden, da diese nicht mit den Fundamentsteinen verschraubt wird. Auch Höhenunterschiede lassen sich wie beschrieben durch ein Kantholz leicht ausgleichen.


Fotos: ehem. Brinkmann System-Beton