Für den baumschnitt: Wie komme ich ohne Leiter in den Baum?

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Der Griff zur Leiter ist die naheliegendste Methode, um die obersten Zweige eines Baumes zu erreichen. Die sicherste Methode ist sie deswegen nicht, selbst wenn man alle Regeln beachtet, die unsere Checkliste zum sicheren Umgang benennt. Je höhe die Leiter ist, desto unsicherer ist ihr Stand. Das Risiko eines Sturzes erhöht sich zudem, wenn man auf der Leiter auch noch Arbeiten ausführen muss. Bei Menschen mit Höhenangst sorgt schon der Gedanke an Leitern für weiche Knie. Auch für Menschen mit Gleichgewichtstörungen ist der Einsatz von Leitern mit einem großen gesundheitlichen Risiko verbunden. Ältere Bürger fühlen sich auf Leitern zudem häufig unsicher, so dass gar nicht erst an weitere Arbeiten von der Leiter aus zu denken ist. Doch auch diese Menschen besitzen Gärten und sind stolz auf große, alte Bäume.

Je weiter die Bäume in den Himmel schießen, desto schwerer sind sie zu pflegen. Doch gerade alte Bäume brauchen Pflege. Sturmböen setzen ihnen ganzjährig zu. Nach einem Sturm ist man in der Pflicht, angebrochene Äste herauszuschneiden.

Auch zur Erntezeit muss man mitunter große Höhen überwinden, wenn man nicht darauf warten will, dass die Äpfel von alleine herunterfallen und braune Quetschstellen bekommen.

Das richtige Werkzeug für große Höhen

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Gründe, die obersten Wipfel erreichen zu müssen, gibt es also genug. Mit speziellen Werkzeugen muss man seinen sicheren Stand nicht aufgeben. Das Werkzeug der Wahl nennt sich „Giraffe“. Diesen Namen schuldet es der Eigenschaft, dass es wie sein tierisches Vorbild durch den langen Hals auch höhere Äste erreicht. Eine gewisse optische Ähnlichkeit ist zudem gegeben.

Über Teleskopstangen lässt sich der „Hals“ verlängern, so dass der Werkzeugaufsatz eine Reichweite von bis zu sechs Meter hat. Je nach Einsatz, gibt es verschiedene Aufsätze.

Die Standard-Funktion der Schneidgiraffe ist eine modifizierte Blumenschere, mit der sich auch dünnere Äste kappen lassen. Ist nur ein leichter Rückschnitt erforderlich oder sollen aus rein kosmetischen Zwecken Zweige gekappt werden, ist die Schneidgiraffe das richtige Werkzeug. Über einen Seilzug lässt sich die Schere sicher und bequem bedienen.

Gerade wenn nach einem Sturm dicke Äste oder Bruchstellen entfernt werden müssen, reicht die Kraft einer Blumenschere auf der Schneid­giraffe nicht aus. In diesem Fall lohnt sich der Einsatz einer Astsäge.

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Wenn die Astschere versagt oder wem das notwendige Hin-und-Her beim Sägen zu lange dauert und die Armmuskulatur zu sehr belastet, wird am Hochentaster seine helle Freude haben. Mit der kleinen Kettensäge am oberen Ende, sind auch dickere Äste in Sekundenschnelle vom Baum getrennt. Allerdings erfordert dieses Werkzeug ein gewisses Maß an Präzision, damit man nicht auch Teile des Baumes in Mitleidenschaft zieht, die gar nicht beschädigt sind.

Auch wenn eine Hecke auf ihre Mindesthöhe zu schneiden ist, bietet das Teleskop-Werkzeug eine spürbare Entlastung. Der Aktionsradius auf einer Leider ist relativ gering. Gerade bei einer hohen Hecke müsste die Leiter also Meter um Meter verschoben werden, während sich die Arbeit mit dem Teleskopstangen bequem vom Boden aus erledigen lässt.

Wenn man gar nichts schneiden, sondern nur ernten will

Der Obstpflücker ist ein meist kronenartig eingekerbter Metallkranz. Unter diesem befindet sich ein Stoffbeutel. Mit diesem lassen sich auch Früchte aus großen Höhen ernten bevor sich Insekten und Vögel über die Ernte hermachen oder man nur noch matschiges Fallobst aufklauben kann. Die Früchte fallen sicher in den Beutel, so dass auch Beschädigungen durch den tiefen Sturz ausgeschlossen sind. So sind Kirschen, Äpfel und Pflaumen schnell vom Baum geholt gepflügt.

Fotos: www.fotoatelier-schumacher.de, www.westfalia.de