Formaldehyd in alten Fertighäusern

Siegfried S.: Ich interessiere mich für den Kauf eines 20 Jahre alten Fertighauses. Formaldehyd war damals noch kein Thema. Was ist nun 20 Jahre später von den Ausdünstungen zu halten? Gibt es Erfahrungen, wie viel heute noch ausdünstet oder andere bekannte Probleme mit "alten" Fertighäusern?

Antwort des Baumarkt-Teams: Lieber Siegfried,
das Problem ist bekannt. Etwaige Belastungen können nicht per Ferndiagnose festgestellt werden, sondern durch Messung vor Ort. Dazu gibt es den Link bei "baumarkt.de" zu "biomess". Vor dem Kauf sollten Sie also die Luft auf Schadstoffbelastungen überprüfen oder vom Verkäufer ein Gutachten verlangen.

Ihnen ist ja nicht mit irgendwelchen Erfahrungen gedient, sondern Sie wollen doch Konkretes wissen. Ansonsten gibt Ihnen der Haushersteller gerne Auskunft. Alle "alten" Fertighaushersteller sind mit diesen Fragen ständig konfrontiert.

Mit alten Fertighäusern gibt es dieselben Probleme, wie mit alten Massivhäusern, die oft genannte Schimmelpilzbildung hat jedoch nichts mit dem Haustyp, sondern mit schlechter Belüftung zu tun. Ansonsten ist der Verschleiß eines Kupferrohrs im Massivhaus nicht anders als im Fertighaus. Und auch die Dachziegel sind nicht anders. Und Fliesen und Badkeramik oder Heizkessel auch nicht.

Das einzige, was man sowohl für ein Massiv- wie ein Fertighaus überlegen muss: genügt die Wärmedämmung der Außenwand. Falls nicht oder falls man noch mehr in dieser Hinsicht tun will, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Fassade wärmedämmtechnisch zu verstärken.