Fliesen auf Holzboden und Spanplatten verlegen


Grundsätzlich kann man natürlich auf (alten) Holzböden und erst recht auf Spanplatten Fliesen verlegen. Wenn das Niveau des Fußbodens es zuläßt, sollten auf den Holzboden oder auf die Spanplatten speziell armierte Estrichplatten aufgebracht werden, die zur "schwimmenden" Verlegung von verschiedenen Herstellern angeboten werden. Die Suchmaschine bei "baumarkt.de", oben auf dieser Seite, führt Sie übrigens zu diesen Herstellern. Vor allem der Baustoffhandel und manchmal auch die Baumärkte führen solche Produkte.

Ist das nicht möglich, so empfiehlt der bekannte Hersteller von Spezial-Baustoffen Sopro, zunächst den Boden auf Formstabilität und Biegefestigkeit zu prüfen. Das gilt für  alle  Untergründe wie Spanplatten, Holzparkett oder alte Bodendielen.

Der Latten-Abstand soll entsprechend der DIN-Norm 68763 Typ V 100 oder Typ V 100 G. betragen:

für Böden  = 40 cm
für Wände = 60 cm

Die Spanplatten-Stärke soll betragen:

für Boden  = 25 mm
für Wände = 19 mm


Generell sind Holzuntergründe nicht für Naß- und Feuchtbereiche geeignet. Wenn Holz
 dennoch  als Untergrund dient, soll nach DIN-Norm 18157, Teil 3, Punkt 4.210 vornehmlich Reaktionsharzkleber verwendet werden. Dies ist aber die teurere Variante.


In der Praxis wird nach diesem preiswerteren Schema vorgegangen:

Die Oberfläche muss vorher alternativ abgedichtet werden, z.B. durch Flüssigfolie (Flechendicht Flexibel von Sopro). Dazu gehört noch Dicht-Zubehör wie Dichtbänder etc. Der Untergrund muss dann noch mit einem Haftprimer vorgestrichen werden (Sopro Haftkraft). Als Kleber empfiehlt die Firma Sopro flexzementären Kleber (Flex-Klebemörtel)

Weitere Ausbauvarianten sind möglich. Darüber sollte man sich aber einem Experten informieren.