Fliesen auf Fußbodenheizung verlegen

Bei Fliesenverlegung auf Zementestrich mit Warmwasser- oder elektrischer Fußbodenheizung müssen einige wichtige Dinge beachtet werden:

Die Dämmschichten dürfen sich unter Belastung nicht mehr als 5 mm zusammendrücken lassen. Vor dem Einbau der Dämmschichten sind an allen angrenzenden und die Fußbodenkonstruktion durchdringenden Bauteile sowie an Türdurchgängen und an den Türzargen Randstreifen anzubringen, die eine Bewegungsmöglichkeit von mindestens 5 mm sicherstellen. Diese Randstreifen haben die Funktion einer Dehnungsfuge. Die Randstreifen müssen von der Rohdecke bis über den fertigen Fußboden reichen. Der überstehende Teil der Randstreifen ist erst nach der Verfugung des Belages abzuschneiden.

Der Estrich ist mit einer nicht statischen Betonstahlmatte (z.B. N 141, N 94) oder einem Baustahlgitter 50 x 50 x 2  mm zu bewehren. Die einzelnen Estrichfelder sollen nicht über 36 m² groß sein. Die Seitenlänge einzelner Felder sollte 6m nicht überschreiten. Wo Flächen stark vorspringen, sind Unterteilungen durch Bewegungsfugen vorzunehmen. Der Estrich muss eine Mindestdicke von 45 mm haben.

Bewegungsfugen müssen von der Dämmschichtabdeckung bis zur Belagsoberfläche durchgehend dauerelastisch geschlossen werden. Angeschnittene Fugen im Estrich sind keine Dehnungsfuge. Sie müssen mit Kunstharz geschlossen und verdübelt werden. Sockelleisten sind ebenfalls dauerelastisch vom Bodenbelag zu trennen.

Die Heizung kann 28 Tage nach der Verlegung in Betrieb genommen werden, wobei wieder über mehrere Tage stufenweise aufgeheizt wird.