Fertighaus - mit oder ohne Keller?

Ingo M.: Ich beabsichtige, ein Fertig- oder Ausbauhaus zu kaufen! Kapital ca. 230.000,- Euro. Ein Grundstück ist für 200.000,- Euro zu erwerben. Was kostet der Kellerbau? Lieber nur eine Bodenplatte und wie ist es dann mit der Heizung usw.? Welche Kosten kommen sonst auf mich zu? Was kostet ca. der Innenausbau und ist es selbst zu bewältigen?

Antwort des Baumarkt-Teams: Lieber Ingo,
mit Deinem Kapital kannst Du gut und gerne den Hausbau bzw. Hauskauf in Angriff nehmen.

Zum Kellerbau: Nein, wenn das Grundstück in einem hochwassergefährdeten Gebiet liegt. Ja, wenn Du bei einem etwaigen Weiterverkauf des Hauses einen wesentlich höheren Preis erzielen willst.

Alles, was man sonst im Keller "treibt" und installiert, kann auch an anderer Stelle bewerkstelligt werden - z.B. in einem Anbau. Aber der kostet ja auch Geld! Man kann die Heizung auch ins Dachgeschoss verlegen, z.B. eine Gastherme. Der Keller ist so deutsch wie der Wald. In vielen europäischen Ländern sind - zumindest beim Bau von Einfamilienhäusern - Keller fast unbekannt (Holland, Portugal, Griechenland usw.)

Dennoch: Wir raten zum Kellerbau. Wenn Du Anbauten anlegen musst, später statt im Keller im Garten eine Sauna bauen musst incl. Verlegung der Elektro- und Wasserinstallation, dann kommst Du schon auf eine Summe, für die Du einen ganzen Keller kriegst. Zu den Preisen sagen wir nichts, Du kannst Dir aber Angebote machen lassen, z.B. von Quast-Fertigteilbau, einem uns bekannten leistungsstarken Unternehmen (Suchmaschine "baumarkt.de" frequentieren!).

Beim Innenausbau sollte man sich   nur   an solche Dinge wagen, die man auch bewerkstelligen kann. In Eigenleistung erbracht werden in erster Linie Anstreicher- und Tapezierarbeiten, Bodenbelagsarbeiten und Fliesenarbeiten - sowie (sehr oft in späteren Monaten oder Jahren) der Ausbau inklusive der Wärmedämmung des Dachgeschosses.