Fenster und Türen schalldicht machen

Fenster und Türen schalldicht machen


schall6.jpg Fenster und Türen schalldicht zu bekommen, dürfte das größte Problem bereiten, wenn man einen schalldichten Übungsraum für Musiker bauen will. Wenn es Ihnen nicht auf den Preis ankommt, können Sie schalldämmende Fenster und Türen einsetzen. Experte in Sachen schalldichter Türen ist zum Beispiel Teckentrup. Bei diesem Hersteller bekommen Sie spezielle Schallschutztüren aus Stahl mit Mineralwolleinlage (siehe Abbildung). Bei Fenstern kommt die luftschalldämmende Wirkung im wesentlichen durch die Dicke und die Art der Verglasung zustande. Aber auch Werkstoff und Konstruktion des Fensterrahmens sowie die Sorgfalt des Einbaus haben Einfluß auf die Dämmwirkung. Mehrscheibenverglasungen mit unterschiedlichen Scheibendicken und möglichst großem Abstand erhöhen den schalldämmenden Effekt.

Wollen Sie nicht so viel Geld ausgeben, müssen Sie sich auf andere Weise behelfen. Zum einen sollten Sie darauf achten, dass Fenster und Türen völlig luftdicht sind, da der Schall vorzugsweise durch Luftritzen dringt. Dichten Sie daher sämtliche Fugen und Spalten peinlichst genau ab. Masse schluckt Schall, dies haben wir Ihnen bereits im ersten Teil erläutert. Machen Sie die Tür daher so schwer wie möglich, zum Beispiel durch das Anbringen von Bitumenbahnen. Oder basteln Sie sich eine eigene Schallschutztür: Bringen Sie zunächst Bitumenbahnen an. Darauf befestigen Sie Mineralwolledämmplatten (z.B. Isover Akustic TP1 10 cm dick) und schließlich eine Sperrholzplatte. Mit einer herkömmlichen Tür hat dies zwar nichts mehr zu tun, aber Hauptsache es hilft. Achten Sie auch darauf, dass vielleicht die alten Scharniere der zusätzlichen Belastung nicht mehr standhalten und durch stabilere ausgetauscht werden müssen. Zwei Türen dämmen besser als eine, bauen Sie daher noch eine zweite Tür ein. Haben Sie genug Platz, können Sie noch eine zweite Wand hochziehen und in diese weitere Türen einbauen. Sie kommen also durch die Eingangstür und stehen erst einmal vor einer Wand. Erst durch eine zweite Tür kommen Sie in den Probenraum.

Kommen wir zum Fenster. Falls Sie keine teuren Schallschutzfenster einbauen, kann die Devise nur lauten: Im Dunkeln ist gut munkeln, das heißt, auf Tageslicht muss in diesem Fall verzichtet werden. Bei schummrigem Licht rockt es sich bei einem schalldichten Übungsraum für Musiker sowieso viel besser. Ersetzen Sie das Glasfenster durch ein Fenster Marke Eigenbau. Vorstellbar wäre eine Konstruktion aus zwei schweren Holzplatten mit möglichst viel Mineralwolle dazwischen. Diese Konstruktion wird mit Scharnieren am Fensterrahmen befestigt. Schließlich brauchen auch Musiker ab und zu etwas frische Luft. Soll die Glasscheibe drin bleiben, müssen Sie etwas anders vorgehen. Montieren Sie an die Wand um das Fenster herum einen Rahmen aus Holz und machen daran mit Scharnieren eine dicke Spanplatte fest. Und wie immer darauf achten, dass alles dicht schließt und es keine Fugen und Spalten gibt.