Fassaden streichen und beschichten

Untergrundvorbereitung


Noch wichtiger als bei Innenwänden, ist bei Außenwänden eine sorgfältige Untergrundvorbereitung. Es ist peinlich genau darauf zu achten, daß der vorhandene Putzuntergrund trocken, tragfähig und sauber ist. Das heißt, daß ein neuer Putz bzw. ungestrichene Betonflächen frühestens nach ca. 8 Stunden und Mauerwerk etwa nach halbjähriger Austrocknungszeit überstrichen werden sollen. Bevor Sie dann streichen, muss der inzwischen angesammelte Schmutz mit Wasser und Bürste entfernt werden. Danach müssen Putzschäden mit Putzmörtel ausgebessert werden. Auf keinen Fall dürfen sie später mit Farbe zugeschmiert werden, weil sie dann wieder ausbrechen. Feine Haarrisse, die durch Trocknung des Putzes entstehen, können dagegen in der Regel durch den Anstrich verdeckt werden.

Sandende Putze sind, ebenso wie im Innenbereich, mit Putzfestiger (Tiefgrund) zu verfestigen. Bei bereits gestrichenen Flächen müssen Sie darauf achten , daß sich moderne Dispersionsfarben mit den früher hauptsächlich verwendeten Kalkfarben nicht vertragen. In diesem Fall muss die alte Kalkfarbe gründlich abgewaschen und nach dem Trocknen mit Tiefgrund verfestigt werden, damit der neue Anstrich besser haftet.

Anstriche


Fassadenfarbe ist das preiswerte Anstreichmittel für Außenwände. Die aus dem Mauerwerk verdampfende Feuchtigkeit wird durchgelassen, andererseits Mauerwerk und Putz vor dem eindringendem Regenwasser geschützt. Auch Staub und Schmutz setzten sich nicht fest, sondern können mit Wasser abgewaschen werden.
Fassadenfarbe wetterbeständig für außen empfehlen wir Ihnen für besonders beanspruchte Fassaden, z.B. in Industrieatmosphären, in Bergbaugebieten, an Landstraßen usw. Latex-Fassadenfarbe für außen wird in drei Glanzstufen hergestellt - matt, glänzend und seidenglänzend.
Fassadenbunt und -Abtönfarbe gibt es in ausgewählten Farbtönen. Da Fassadenbunt und Abtönfarbe untereinander mischbar sind, können Sie sich Farbtöne nach Ihrem Geschmack und individuellen Note zusammenstellen. Außerdem besteht die Verträglichkeit mit handelsüblichen Leim-, Dispersions- und Latexfarben.

Fassadenbunt und Abtönfarben sind wetterfest abgebunden und dem heutigen Stand der Technik entsprechend kalkbeständig und lichtecht aufgebaut. Sie sind deshalb nicht nur für Innen-, sondern auch bestens für Außenanstriche geeignet.


Durchführung der Außenanstriche



Erstanstrich, frischer Putz
Isolierungs- und Grundierungsmittel mit der Bürste Auftragen.
Außenfarbe mit etwa 16% Wasser verdünnen.
Zwischenanstrich mit Außenfarbe unverdünnt. Dabei Lammfellrolle benutzen.
Schlußanstrich mit Außendispersionsfarbe unverdünnt.
Dabei eine Lammfellrolle benutzen.

Erneuerungsanstriche

Unbeschädigter Dispersionsfarbenanstrich:
Außenfarbe unverdünnt mit einer Lammfellrolle auftragen.
Beschädigter Dispersionsfarbenanstrich:
Blätternde und lose Teile abstoßen.
Tiefgrund mit der Bürste auftragen.
Außenfarbe mit etwa 16% Wasser verdünnen und mit der Bürste auftragen.
Außenfarbe unverdünnt mit der Lammfellrolle auftragen.


Beschichtungen


Auch im Außenbereich können Beschichtungen mit Strukturputz durchgeführt werden. Dies kann sowohl bei einem Neubau, wie auch bei einer alten Fassade, die schon einmal mit Dispersionsfarbe gestrichen worden ist, erfolgen. Bevor Strukturputze aufgetragen werden, muss die zu behandelnde Fläche mit einem Kontaktanstrich versehen werden (verdünnte Fassadenfarbe 5-16% Wasser). Sollten diese Putze später einmal verschmutzt sein, so können sie problemlos mit normaler Fassadenfarbe überstrichen werden.