Fachwerkbau - welches Holz soll ich nehmen?

Frank Sch.: "Ich will ein Fachwerkhaus bauen, die Konstruktionszeichnung habe ich auch schon. Bevor der Statiker eingeschaltet wird, will ich wissen, für welches Holz ich mich entscheiden soll. Der Zimmermann rät zur Douglasie, weil Eiche zu teuer ist. Der Architekt meint, Lärche ginge auch, Leimholz sei aber noch besser."

Antwort des Baumarkt-Teams: "Alle haben recht! Die traditionellen Fachwerkhäuser unserer Vorfahren wurden in Eiche gebaut. Aber dieses Holz war schon vor 300 Jahren teuer, weshalb auch Fichte/Tanne verwendet wurden. Nun mußt Du wissen, daß speziell verleimtes Brettschichtholz ("Leimholz") auch für den Außenbereich ein ideales Konstruktionsholz ist. Dabei ist es aber auch fast so teuer wie Eiche! Die nordamerikanische Douglasie, die übrigens bis 100 m hoch wird und einen Stammdurchmesser bis 4m erreicht, ist relativ preiswert, fest, sehr zäh und dauerhaft und wird sogar (weil eben Eiche so teuer ist) für Eisenbahnschwellen gebraucht. Unsere europäische Lärche ist mittelhart, elastisch und zäh, dauerhaft auch bei Nässe-Einwirkung und gilt als dauerhaftestes europäisches Nadelholz. Sowohl Douglasien- als auch Lärchenholz schwindet wenig, was für den Fachwerkbau eine sehr positive Eigenschaft ist. Da Fachwerkhäuser aus Nadelholz auch 200 Jahre überdauert haben, ist es eigentlich nur eine Frage des Preises, für welches Holz Du Dich entscheiden willst."