Erste-Hilfe-Stoffregal selbst genäht

1hilfe04.jpg Spätestens, wenn aus jungen Frauen Mütter geworden sind, stellt sich die Frage: Wo platziere ich am besten den Erste-Hilfe-Schrank, damit ich am schnellsten an das Pflaster oder an die Hämatomsalbe komme, wenn sich Kevin oder Lars mal wieder Schrammen und Beulen geholt haben. Nichts gegen den Erste-Hilfe-Kasten, aber er ist meist nicht in Reichweite, sondern hängt im 1. Stock im Badezimmer. Und hier ist die Tür geschlossen, weil Sarah gerade Pipi macht. In jedem Fall muss der Schrank erst geöffnet und das Pflaster aus Dosen oder Plastikverpackungen herausgefummelt werden. Und in dieser Zeit schreit Lars eine Etage tiefer wie am Spieß.


Nähen Sie sich ein "Stoffregal" mit kleinen oder größeren Taschen, in die Sie das jeweils passende Pflaster für kleine oder größere Wunden sowie Salben und Tinkturen griffbereit verstauen können!
Nehmen Sie Segeltuch als Grundmaterial. Die Breite und Länge dieses Stoffregals bestimmen Sie selbst - je nachdem, ob Sie das Regal hinter eine Schrank- oder Zimmertür oder sonstwo an die Wand hängen wollen. Natürlich müssen Sie den Stoff säumen und oben in den Saum zwei bis vier Ösen einstanzen (hier kann Ihnen dann Ihr Mann die Öszange aus dem Werkzeugschuppen bringen). Sie können den Saum für die Ösen verstärken, indem sie rückseitig Heftpflaster aufkleben und dann erst stanzen.
Natürlich können Sie auch - siehe Foto - Schlaufen annähen, wenn Sie dafür das Geschick und die Geduld haben. Das Ergebnis ist sicherlich chicer als die Ösen-Methode - aber auch aufwendiger. Denn Sie müssen durch die Schlaufen einen Rundstab führen, durch den Sie zwei absolut parallel verlaufende Löcher bohren.
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Durch diese Löcher können Sie dann zwei Schrauben führen, die mittels Dübel befestigt werden. Wenn Sie sich für sog. Zierkopfschrauben entscheiden, können Sie auf die Schraubköpfe farbige Kunststoffkappen stecken.

Pflaster-Stripps gibt es in verschiedenen Breiten - nähen Sie die kleinen Taschen entsprechend schmal und so, daß immer ein Stück des Pflasters herausschaut. So finden Sie das Pflaster mit der richtigen Breite auf einen Blick und Sie sehen immer, ob noch Vorrat da ist.

1hilfe02.jpgEs liegt an Ihrem handarbeitlichen Geschick, ob Sie die Taschen formvollendet mit Quetschfalten ausstatten für die Aufnahme von größeren Gegenständen wie Verbandspäckchen, Tube mit Brandsalbe usw. oder ob sie die Taschen einfach etwas "bauchiger" ausfallen lassen.

Wenn in Zukunft Lars mal wieder ein Wehwehchen hat, ist das entsprechende Pflaster jedenfalls schnell gefunden.