Entstehung von Schall verhindern

Die Entstehung von Schall wird verhindert, indem man dem Schall die Möglichkeit nimmt, sich über Bauteile zu verbreiten. Ein Beispiel: Nehmen Sie einen Hammer zur Hand und klopfen Sie an ein metallenes Abflußrohr. Dieses Geräusch wird selbst die schwerhörige Oma im dritten Stock zusammenzucken lassen. Schlagen Sie den Hammer mit gleicher Wucht auf ein Kopfkissen, wird Ihr Schäferhund nicht einmal den Kopf heben. Packen Sie daher Heizungsrohre und Heizkörper gut in Watte ein, das heißt in einen weichen, offenporigen Baustoff wie beispielsweise Textilien, Schaumstoffe, Holzfasern oder Mineralwolle.

Das Schlagzeug sollten Sie auf ein Podest stellen. Nicht damit Ihr Sohn als kleiner König über den anderen thront, sondern damit nicht im ganzen Haus die Kaffeetassen wackeln. Ein Schlagzeug ist nicht nur laut, sondern es kann auch das ganze Haus zum Beben bringen. Als Podest genügt eine einfache Euro-Palette, die Sie mit Mineralwolle ausfüllen. Das Schlagzeug sollte auch nicht zu nah an der Wand stehen, sonst breitet sich der Schall über die Wände aus. Je tiefer eine Frequenz ist, desto schwieriger ist es zu dämmen und dies ist das Problem beim Schlagzeug, aber auch beim Bass. Deshalb gilt beim Bass das gleiche wie beim Schlagzeug: Weg von der Wand und weg vom Fußboden. Übrigens kann auch ein Klavier das Haus ganz schön ins Schwingen bringen. Auch hier empfiehlt es sich, unter dem Klavier ein Extralage Dämmstoff zu bringen. Sie sollten zumindest dafür sorgen, daß Fußboden und Klavier entkoppelt werden, stellen Sie es also nicht direkt auf das Parkett. Natürlich können sie auch ein Podest für Ihr Klavier bauen.

schall4.jpgDamit wären wir beim Thema Fußboden. Wollen Sie sich wenig Arbeit machen, kaufen Sie einen dicken, weichen Teppich und legen Sie ihn in den Probenraum. Womit wir wieder beim Hammer und dem Kopfkissen wären. Aufwendiger, aber auch besser wird es mit folgendem Fußbodenaufbau: Verlegen Sie zunächst Trittschalldämmplatten, beispielsweise von Domobau. Vergessen Sie nicht den Randstreifen, sonst bringt die ganze Dämmung nichts. Auf die Trittschalldämmung verlegen Sie Sperrholzplatten und erst darauf kommt der dicke Teppich.


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