Energiebedarf sinkt dank Modernisierung deutlich

iwo_modernisierung_1.jpg Energetische Sanierungen sind in der Regel das Ergebnis langfristiger Planungen, Abwägungen und Kalkulationen. Manchmal jedoch sorgen unvorhergesehene Ereignisse dafür, dass eine Modernisierung ganz plötzlich zur Notwendigkeit wird. Diese Erfahrung machte die Familie Paschke aus Neschwitz in der Oberlausitz. Durch einen Blitzeinschlag war die 20 Jahre alte Heizungsanlage so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass eine Reparatur unwirtschaftlich gewesen wäre. Die eher unfreiwillige Investition in eine neue Heizung entpuppte sich im Nachhinein jedoch als Glücksgriff: Der Energiebedarf des Hauses ging um 34 Prozent zurück.

Der bisherige Heizkessel war zum Zeitpunkt des Unglücks bereits veraltet, sein Verbrauch unnötig hoch. Deshalb wurde ein modernes Öl-Brennwertgerät installiert. Mit einem Wirkungsgrad von fast 100 Prozent sorgt es dafür, dass keine Energie durch Oberflächenstrahlung oder Abgase verloren geht. Ergänzt wurde die effiziente Ölheizung durch eine neue Solarthermieanlage. In das Dach eingesetzte Kollektoren mit einer Fläche von 12,5 Quadratmetern erzeugen genug Energie, um die Warmwasserbereitung zu übernehmen und die Heizung zu unterstützen. Nach dem abschließenden hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage beläuft sich der jährliche Heizölbedarf nun auf rund 3.000 Liter.

Neue Hybridheizung mit bewährter Tankanlage

iwo_modernisierung_2.jpgDie durch Brennwertgerät und Solaranlage erzeugte Energie wird im neuen Wärmespeicher zusammengeführt. Mit einem Fassungsvermögen von 850 Litern ermöglicht er eine komfortable Heiz- und Wasserversorgung für den Sechs-Personen-Haushalt. Die vorhandene Tankanlage blieb von dem Gewitterschaden verschont und genügt den aktuellen Sicherheitsanforderungen, so dass sie weiter betrieben werden kann. Aufgrund des gesunkenen Heizölbedarfs reicht eine Füllung für mehr als ein Jahr.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt vor, dass im Rahmen einer Modernisierung auch eine nachträgliche Dämmung in unbeheizten Räumen erfolgen muss. Davon betroffen sind in erster Linie Rohrleitungen, aber auch deren Halterungen und Armaturen. Diese müssen „eingepackt“ werden, damit über ihre Oberfläche keine Wärme verloren geht. Für die Umsetzung im Keller sorgte das ortsansässige Heizungsbauunternehmen.

Obwohl die energetische Sanierung mit rund 19.000 Euro zu Buche schlug, zahlte sie sich für Familie Paschke doppelt aus. Zum einen aufgrund der hohen Energieeinsparung von 34 Prozent, zum anderen in Form einer finanziellen Förderung durch das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). Bei dessen Modernisierungswettbewerb „Aktion Energie-Gewinner“ wurde das Projekt als besonders vorbildliche Sanierung von einer Fachjury ausgewählt. „Die Heizungsmodernisierung kam für uns wie aus heiterem Himmel. Im Nachhinein sind wir aber sehr froh darüber“, erklärt Ursula Paschke, die auch von den schnell durchgeführten Umbaumaßnahmen angetan war.

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