Energetische Sanierung — Fassadendämmung vom Bund gefördert

daemmung_sanierung.jpg

Die Rahmenbedingungen für eine Fassadendämmung sind so gut wie nie. Im vergangenen Jahrzehnt haben sich die Heizkosten nahezu verdoppelt und das bekommen besonders die Eigentümer alter oder schlecht gedämmter Immobilien teuer zu spüren. Weil von diesen älteren Bauten nur ein Bruchteil über gedämmte Wände und Dächer verfügt, ist das Einsparpotenzial durch eine zeitgemäße Fassadendämmung entsprechend hoch: Sie senkt die Heizkosten um bis zu 40 Prozent. Wenn Sie selbst merken, dass die Wände kalt sind, also die Wärme der Innenräume durch schlecht gedämmte Wände nach draußen wandert und Sie die Heizkörper „auf volle Pulle“ drehen müssen, damit es in Ihrer Wohnung erträglich warm wird, sollten Sie eine energetische Sanierung planen. Das gilt erst recht, wenn eine Fassade dem Schlagregen ausgesetzt ist. Wichtig ist, sich vorab zu informieren, welches Förderprogramm für die jeweilige Maßnahme geeignet ist. Denn da gibt es mehrere Möglichkeiten:

Seit März 2011 werden Fassadendämmungen und somit Einzelmaßnahmen mit Staatsgeldern durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Im Programm „Energieeffizient sanieren (152)“ fördert die KfW energetische Einzelmaßnahmen für die Sanierung von Mietwohnungen, Eigentumswohnungen oder Wohngebäuden mit Bauantrag vor dem 1. Januar 1995. Zum einen gibt es die zinsgünstige und vom Staat bezuschusste und zinsgünstige Kreditvariante, bei der bis zu 100 Prozent oder maximal 50.000 Euro der förderfähigen Kosten ausgezahlt werden. Den aktuellen Zinsstand erfahren Sie bei der KfW. Von der Förderung profitieren der Hausherr und sein Geldbeutel ebenso wie die Umwelt und der Klimaschutz.

Dann gibt es da auch die so genannte Extra-Zuschuss-Variante für Haus-Modernisierung, in der der Hausherr das Kapital selbst angespart hat und mit fünf Prozent der Investitionssumme (maximal 2.500 Euro) als Zuschuss vom Staat rechnen kann. Das Geld ist eine staatliche Abdämmprämie, selbst genutztes oder vermietetes Wohneigentum wird gleichermaßen begünstigt.

Der Antrag auf Förderung wird direkt bei der KfW gestellt — und das unbedingt vor der Sanierung. Allerdings muss das Gebäude einige Kriterien erfüllen, damit der Antrag auch bewilligt wird. Um einen Kredit zu bekommen, muss ein Energieberater eine Bestätigung ausstellen. Die Sanierung muss von einem Fach- oder Malerbetrieb durchgeführt werden. Haben Sie Eigenkapital angespart und wollen einen Zuschuss beantragen, werden alle energetischen Sanierungsmaßnahmen aus bestimmten Paketen gefördert. Alle Maßnahmen des Pakets müssen vollständig umgesetzt und ausgeführt werden — von einem Fachbetrieb und unter Einhaltung aller Anforderungen der Energiesparverordnung.

Um die energetische Sanierung voran zu treiben, gab der Haushaltsausschuss des Bundestages 2012 Fördergelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Jahr bis einschließlich 2014 frei. Bereits 2013 ist zu erwarten, dass die Fördermittel auf insgesamt 1,8 Millionen Euro anwachsen. Aktuell wird diskutiert, über acht Jahre ein Zuschussprogramm in Höhe von 300 Millionen Euro jährlich aufzulegen. Insgesamt sollen 2,4 Millarden Euro fließen.

So gut und wichtig eine Fassadendämmung auch ist — sie birgt auch ein gewisses Risiko. Es sollten also Dämmmaterialien verwendet werden, die nicht brennbar sind.

Foto: © Rainer Sturm / pixelio.de