Einschalen und Betonieren einer kleinen Treppe

treppe2.jpgZur Haustür hin oder im Garten ist häufig eine kleine Treppe mit drei, vier Stufen notwendig, um Höhenunterschiede zu überwinden. Solch eine Treppe kann aus Fertigteilen zusammengesetzt oder vom Heimwerker selbst betoniert werden. Wer letzteres in Angriff nehmen möchte, muss wissen, wie eine Treppe eingeschalt wird. Ist die Schalung nicht fachgerecht, kann es beim Betonieren nämlich passieren, dass diese dem Betondruck nicht gewachsen ist und sich in Einzelteile auflöst. Statt einer Treppe hat man dann einen riesigen Betonklecks im Garten. Doch soweit wollen wir es nicht kommen lassen.

Zum Herstellen einer Treppenschalung sind nichts Weiteres als Bretter, Nägel, Säge und Hammer notwendig. Zuvor muss jedoch der Untergrund fachgerecht vorbereitet werden. Zwar ist es durchaus möglich, die Treppe auf das blanke Boden zu setzen. Besser ist es (auch um Frostschäden und Setzungen zu vermeiden), der Treppe ein Fundament zu spendieren.

Wie das Betonieren einer Fundamentplatte funktioniert, können Sie in folgender Anleitung nachlesen. Ist der Untergrund soweit fertig, kann es an das Einschalen gehen. Länge und Breite der Schalbretter hängen dabei von der gewünschten Stufenbreite und Stufenhöhe ab. Wer genügend Platz hat, kann die Stufen ruhig etwas breiter und weniger hoch machen, die Treppe ist dann angenehmer zu begehen.

Die Schalung für eine dreistufige Treppe besteht im Prinzip aus drei oben und unten offenen Kästen, die übereinander gestapelt werden und die auf einer Seite einen gemeinsamen Abschluss besitzen. Damit der Betondruck die Kästen nicht auseinanderdrückt, müssen sie nach allen Seiten mit Stützen verstärkt werden. Die Stützen leiten den Druck dann ins Boden ab. Wird die Treppe gegen eine Wand betoniert, ist dort natürlich keine Stütze notwendig. Die Bretter werden einfach zusammengenagelt. Einen Schönheitspreis gibt es hier nicht zu gewinnen, es kommt lediglich auf die Stabilität an. Auch macht es nichts aus, wenn die Bretter akkurat auf dieselbe Länge gesägt werden. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die Treppenstufen nachher rechtwinklig sind.

Damit der Beton aufgrund der Belastung nicht reißt, müssen vor dem Betonieren Bewehrungseisen eingelegt werden. Dies geschieht bei flächigen Bauwerken in der Regel in Form von Bewehrungsmatten. Das Eisen muss im unteren Bereich der Treppe eingelegt werden, da dort Zugkräfte aufgrund der Biegung des Betons auftreten. Beton kann zwar enorme Druckkräfte aushalten, doch bei Zugkräften macht er schnell schlapp. Dafür ist dann das Eisen da. Das Eisen muss mit einem Abstand von ein bis zwei Zentimeter zur Außenfläche eingelegt werden. Bei Außenkontakt würde das Eisen anfangen zu rosten, was früher oder später zu einem Versagen der Konstruktion führen würde. Ist das Eisen mit Abstandshalter eingelegt, kann die Treppe betoniert werden. In der Regel wird der Beton von unten nach oben eingebracht. Der Beton darf nicht zu flüssig sein. Sollten Sie diesen selbst herstellen wollen, können Sie dies mit unserer Anleitung tun und beim Mischen einfach etwas weniger Wasser zugeben, als dort angegeben. Nach zwei, drei Tagen ist der Beton soweit ausgehärtet, dass die Schalung entfernt werden kann. Mit der Verkleidung der Treppe (z.B. mit Granitplatten) sollten sie jedoch etwas länger warten. Richtig durchgehärtet ist der Beton erst nach einigen Wochen.