Holzauswahl bis Montage- so verlegst du deine Holzterrasse

Eine Terrasse wird im Sommer zum Wohnzimmer im Freien. Für ein natürliches Ambiente eignen sich Terrassen-Böden aus Naturstein oder Holz. Ein Holzboden heizt sich in der Sonne nicht so stark auf und kann jederzeit auch barfuß betreten werden. Eine Holzterrasse selbst zu bauen ist für versierte Heimwerker ein interessantes Projekt.

Planung und Holzauswahl

Bevor es losgeht, muss man genau planen, das Material auswählen und die benötigten Mengen berechnen. Die Entscheidung bei der Holzauswahl einer Holzterrasse sollte auch Umweltaspekte berücksichtigen. Tropenhölzer haben zwar sehr gute konstruktive Eigenschaften und sind sehr witterungsbeständig, häufig werden dafür aber tropische Regenwälder abgeholzt. Alternativ kann man auf Hölzer aus heimischer Forstwirtschaft zurückgreifen. Für Terrassen eignen sich Dielen aus Douglasie, Lärche oder Robinie. Baumärkte und Holzfachhändler bieten auch Buchen- oder Kieferndielen an, die durch eine thermische Behandlung lange haltbar gemacht werden. Die Dielen sind meistens 14,5 Zentimeter breit, 2,5 Zentimeter dick, und werden mit einer Fuge von 3-5 mm verlegt. Eine genaue Planung der Fläche sollte diese Maße bereits berücksichtigen, sodass am Ende keine Dielen längs durchgeschnitten werden müssen.

Der Unterbau

Die eigentliche Arbeit beginnt mit dem Abstecken der Fläche, die ca. 25 - 30 cm tief ausgehoben werden muss. Damit das Regenwasser gut abfließen kann, sollte für die gesamte Konstruktion ein Gefälle von 1-2 % vom Haus weg eingeplant werden. Als Abgrenzung zum Gartengelände hin eignen sich Rasenrandsteine. Diese setzt man auf ein 5 cm dickes Fundament aus Magermörtel, richtet sie an einer gespannten Schnur senkrecht aus, klopft sie mit einem Gummihammer fest und zieht beidseitig eine Betonstütze etwa 10 cm hoch. Nachdem der Mörtel einen Tag abgebunden hat, kann die Fläche ca. 10-15 cm dick mit Kies befüllt und anschließend mit einer Rüttelplatte verdichtet werden. Darauf wird zunächst noch ein Unkraut-Vlies verlegt. Als Punktfundamente werden dann 3 cm dicke Gehwegplatten auf ein 5 cm dickes Magerbetonbett gelegt. Diese dienen als Auflage für die Holzunterkonstruktion und müssen mit Wasserwaage und langer Richtlatte ausgerichtet werden. Die Kanthölzer sollen darauf später in einem Abstand von ca. 50 — 60 cm liegen. Daran muss sich die Zahl und der Abstand der Auflagepunkte orientieren.

Die Holzkonstruktion

Als Konstruktionsholz eignen sich imprägnierte Fichte- oder Kieferbalken in 6x8 cm Stärke. Diese sägt man von der Länge her exakt zu, legt sie auf die Gehwegplatten und richtet sie mithilfe von Abstandshaltern genau aus. Dann werden sie mit Dachlatten provisorisch so miteinander verbunden, dass sie sich beim Anbringen der Dielen nicht wieder verschieben. Die Haltelatten können wieder verschwinden, sobald genügend Dielen befestigt sind.

Dielen montieren

Jetzt werden die Dielen quer zur Unterkonstruktion montiert. Dazu verwendet man witterungsbeständige 4,5x 50 cm Edelstahlschrauben mit Senkkopf. Mit einer Bohrspitze versehene Schrauben dringen besser ins Holz ein und erleichtern die Arbeit mit dem Akku-Schrauber. Da das Holz arbeitet, d.h. auf Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen reagiert, muss bei der Montage zwischen den Dielen immer eine Fuge von 3-5 mm gelassen werden, wozu sich am besten Abstandshalter eignen. Beim Anbringen dürfen die Dielen zunächst an den Rändern der Fläche ein Stück weit überstehen. Zum Abschluss, wenn alles verlegt ist, wird der Rand mit einer Kreissäge entlang einer Führungsschiene präzise abgeschnitten. Fertig!