Ein Beet anlegen und einfassen - verschiedene Methoden Schritt für Schritt erklärt

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Beete einzufassen und damit für einen sauberen Abschluss zu sorgen. Die Experten von baumarkt.de stellen verschiedene Methoden der Beeteinfassung vor und erklären Schritt für Schritt, was dabei beachtet werden muss.
Einfassung mit Rollwinkeln
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Rollwinkel haben einen großen Vorteil: Beim Mähen wird die Rasenkante gleich mitgeschnitten, da der Rasenmäher über den Rand der Steine geführt werden kann. Drei verschiedene Steinformen stehen für die Einfassung zur Verfügung: Gerade Steine, Außenbogen, Innenbogen. Idealerweise werden die Steine vor dem Einsäen des Rasens verlegt. Rollwinkel können aber auch bei einem bereits bestehenden Rasen verlegt werden.

Dazu muss zunächst der Verlauf der Einfassung zur Rasenseite markiert werden. Das funktioniert am besten mit einer Schnur. Nun muss ein Graben mit 25 cm Breite und 8 cm Tiefe ausgehoben werden. In diesen Graben wird eine etwa 3 cm dicke Sandschicht eingefüllt und eben abgezogen. Auf das Sandbett werden die Steine verlegt und mit einem Pflasterhammer auf die gleiche Höhe gebracht. Abschließend werden beide Ränder mit Erde aufgefüllt und verdichtet.

Bitte beachten: Bilden die Rollwinkel eine Begrenzung zu befahrbaren Pflasterflächen, wird unter den Begrenzungssteinen ein Betonfundament benötigt.
Einfassung mit Rasenkantensteinen
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Rasenkantensteine können überall dort eingesetzt werden, wo keine Verkehrsflächen oder stark belastete Wege abzutrennen sind. Die Einfassung sollte zudem gerade sein. Im Gegensatz zu den etwa 40 Kilogramm schweren Tiefbordsteinen, können die 24 Kilogramm wiegenden Rasenkantensteine auch ohne fremde Hilfe eingebaut werden.
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Zunächst wird der Verlauf der Einfassung mit einer Schnur festgelegt. Die Schnur hierbei an zwei gegenüberliegenden Holzpflöcken so befestigen, dass die Oberkante der Steine daran ausgerichtet werden kann. Anschließend wird ein 20 cm tiefer Graben ausgehoben und in den Graben eine 5 cm Sandschicht gefüllt. In diese Sandschicht werden die Rasenkantensteine gesetzt und an der Schnur ausgerichtet.
Damit die Steine in Position bleiben, wird vorübergehend mit Holzpflöcken abgesichert. Abschließend wird der Graben beidseitig mit Gartenerde aufgefüllt und festgestampft.
Einfassung mit Tiefbordsteinen
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Verwendung finden Tiefbordsteine dort, wo Verkehrs- und Nutzflächen getrennt werden sollen. Bei einer angrenzenden Verkehrsfläche, werden die Steine in Beton gesetzt. Für die Verkehrsfläche selbst wird ein verdichtetes Schotterbett benötigt.Auf dieses Schotterbett werden die Tiefbordsteine aufgebaut.

Bevor die Steine verlegt werden können, sollte mit einer gespannten Schnur der Verlauf der Steinreihe festgelegt werden. Die Schnur markiert dabei die obere Steinkante. Die Steine werden in eine 5 cm dicke Betonschicht gesetzt, die auf das Schotterbett aufgebracht wurde. Die Steine werden entlang der Schnur ausgerichtet und mit dem Gummihammer angeklopft. Der Sitz der Steine wird durch eine seitliche Betonstütze gesichert.

Nachdem der Beton soweit angezogen hat, dass die Steine einen sicheren Halt haben, kommt auf die Schotterschicht auf der Seite der Verkehrsfläche eine etwa 5 cm dicke Schicht aus Sand, feinem Splitt oder Sand-Splitt-Gemisch. Auf der anderen Seite der Tiefbordsteine kann mit Gartenerde die Nutzfläche angefüllt werden.
Einfassung mit Beton-Palisaden
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Wie tief Beton-Palisaden im Boden versenkt werden müssen, hängt von ihrer Größe ab. Der Graben sollte in etwa 1/3 der Palisadenhöhe zuzüglich 10 cm tief sein. Ist der Untergrund nicht tragfähig, muss zusätzlich noch eine etwa 15 cm dicke Tragschicht aus Kies oder Schotter (Korngröße 0/32) eingebaut werden. Ob der Untergrund tragfähig ist oder nicht - auf jeden Fall muss ein 10 cm dickes Betonbett aufgebracht werden, in das die Palisaden gesetzt werden. Damit die Palisaden stehen bleiben, muss jeweils nach drei versetzten Palisaden beidseitig eine Betonstütze angebracht werden. Die Stütze sollte in einem Winkel von etwa 45 Grad abgeschrägt werden. Ist der Beton ausgehärtet, kann mit einem wasserdurchlässigen Material wie Kies oder Schotter (Körnung 0/56) seitlich aufgefüllt werden. Die oberste Schicht bildet bei Bedarf Gartenerde.