Drainage von Gartenwegen schafft auch der Heimwerker

Je nach Wasserdurchlässigkeit des Erdreichs, muss eine Drainage neben den Gartenwegen angelegt werden, wenn man nicht dauernd durch Pfützen waten will. Dies gilt auch für Hanggrundstücke mit lehmigen, tonigen Böden, die das Regenwasser nur ungern aufnehmen und dieses viel lieber Richtung Hausterrasse fließen lassen.

Wie immer im Leben, gibt es Einfachlösungen und Komfortlösungen. Die Einfachlösung bei der Dränung eines Gartenweges ist, einen 30 cm tiefen, wegparallelen Graben zu schaufeln und diesen mit Kies zu verfüllen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Gehweg ein seitliches Gefälle von mindestens 5 % hat und der Drängraben insgesamt ein Gefälle von 3 %. So kann dann das Wasser abfließen - und zwar am besten in einen Sickerschacht. Selbstverständlich kann man das Wasser auch in die Kanalisation ableiten.

drain2.jpg Die Komfortlösung besteht darin, dass flexible Dränrohre verlegt werden, die es in unterschiedlichen Durchmessern gibt. Diese Rollenware ist fast "endlos", aber natürlich gibt es auch Muffen, mit denen zwei Endstücke verbunden werden können. Diese PVC-Rohre mit Ziehharmonika-Effekt weisen Perforationen auf, durch die das Oberflächenwasser in das Rohr sickern kann. Die Tiefe des Grabens sollte 60 bis 70 cm betragen. Und in jedem Fall sollte das Flexrohr mit einem spezielen Vlies ummantelt werden, damit sich die Perforationslöcher nicht zusetzen. Es sind jedoch auch sogenannte Vollfilterrohre auf dem Markt, die bereits mit einer Ummantelung aus Kunststoff-Vlies oder Kokosgewebe ausgerüstet sind. Der Baustoff-Großhandel hat solche Rohre vorrätig oder kann sie kurzfristig liefern.
drain3.jpg
Auf die Rohre kommt eine 15 cm hohe Schicht aus Split und darauf dann Rollkies in 16-er bis 32-er Körnung. Verdichtet werden darf die Schicht auf keinen Fall. Falls der Kies nachsackt, wird eben noch eine weitere Lage aufgebracht. Das Foto links zeigt die Arbeit eines Fachbetriebs zur Entwässerung eines Gehwegs in einem Naturpark. Hier hat man auf die Ummantelung mit Vlies bzw. auf die Verlegung von Vollfilterrohren verzichtet. Das kann gut gehen, wenn der Gehweg plattiert wird und die Dränung seitlich zwischen der Plattierung und einem Wiesengrundstück liegt, ein Verschlammen also nicht zu erwarten ist. Die dritte Alternative wäre, Dränrohre aus Ton zu verlegen. Diese haben aufgrund eines speziellen Brennverfahrens eine grobe Materialstruktur, durch die das Wasser sickern kann - aber eben nur das Wasser und kein Schlamm, Sand und dergleichen. Der Vorteil des Naturmaterials Ton gegenüber PVC wird durch den Nachteil aufgehoben, dass keine Bogenstücke lieferbar sind und dass das Wasser auch langsamer durch den Ton sickert, als durch die Perforationslöcher des PVC-Rohres. Wenn also größere Mengen von Oberflächenwasser "verarbeitet" werden müssen, ist dem PVC der Vorzug zu geben.

Wenn Sie sich speziell über Drainagemethoden am und unter dem Haus informieren wollen, so haben wir auch für dieses Thema einen Beitrag online gestellt.