Die Werkzeugausrüstung — Ratgeber für Heimwerker

Wenn es darum geht Malerarbeiten, Reparaturen oder kleinere Baumaßnahmen im Eigenheim durchzuführen, ist hochwertiges und vor allem zuverlässiges Werkzeug unverzichtbar. Beim Arrangieren einer individuellen Ausrüstung stellt sich die Frage, auf was bei Kauf, Einsatz und Aufbewahrung zu achten ist. Schließlich soll das Equipment erfolgreiche Projektrealisierungen ermöglichen und langfristig für ein komfortables Arbeiten sorgen. Dieser Ratgeber erleichtert Auswahl, Nutzung und Pflege von Werkzeugen.

Werkzeug clever auswählen

bohrer_spitze.jpgBeim Einkauf von Werkzeug aller Art sollte die Qualität stets an oberster Stelle stehen. Schließlich will der ambitionierte Heimwerker damit regelmäßig und vor allem sicher arbeiten. Voraussetzung dafür ist geprüftes Equipment, das den gängigen Sicherheitsvorschriften entspricht und dank stabiler Materialien überzeugt. Ein VDE-Zeichen sowie eine entsprechende Schutziso­lierung dürfen bei Elektrogeräten nicht fehlen. Auch die Bauartprüfung, die mit dem GS-Zeichen bestätigt wird, dient als Orientierung. Neben qualitativen Aspekten spielen beim Kauf Form, Gewicht und Funktionalität eine Rolle. Liegt ein Werkzeug gut in der Hand? Ist es nicht zu schwer, und bietet es alle benötigten Funktionen? Diese Fragen sind vorab zu klären. Vom Kauf von Billigware ist beim Werkzeugkauf generell abzuraten. Viel zu häufig sind Heimwerker bereits nach wenigen Einsätzen enttäuscht, weil die Funktionen und das gesamte Handling zu wünschen übrig lassen. Dabei machen die Arbeiten wenig Spaß und gefährlich kann es auch werden. Die Investition in hochwertige Gerätschaften und Werkzeuge lohnt sich beim häufigen Verwenden schnell. Zwar muss es nicht das Profigerät für hunderte von Euro sein, aber ein sinnvoller Kompromiss zwischen realistischem Budget und den entsprechenden Ansprüchen ist immer empfehlenswert. Insbesondere bei oft benutzten Basiswerkzeugen ist es vorteilhaft, etwas mehr Geld auszugeben, im Gegenzug aber langlebige, benutzerfreundliche und praktische Geräte zu erhalten.

Grundausrüstung und Extras

Bei der Grundausrüstung für Heimwerker gibt es kein allgemein gültiges Schema. Denn die individuellen Projekte und Vorlieben unterscheiden sich stark. Steht das Restaurieren von Möbeln im Vordergrund, wird anderes Handwerkszeug benötigt, als bei Malerarbeiten. Es gibt allerdings eine gewisse Grundausstattung, die in einem normalen Haushalt nicht fehlen sollte, um diverse Ausbesserungsarbeiten oder Vorhaben wie Regale aufhängen oder den Aufbau von Möbeln selbstständig erledigen zu können. Hier eine Liste zum Arrangieren einer praktischen Basisausstattung:

  • Hammer
  • Zange
  • verschiedene Schraubenzieher
  • Seitenschneider
  • Akkuschrauber
  • Bohrmaschine
  • Pinsel
  • Farbrollen
  • Farbgitter

bit.jpgEine umfangreichere Auflistung haben wir in einem separaten Beitrag zum Thema Werkzeuge bereits zusammengestellt. Sie enthält auch Gegenstände wie Wasserwagen, auf die wir an dieser Stelle verzichtet haben. Geräte wie Stichsäge, Schwingschleifer, Winkelschleifer, Heißklebepistole oder Lötkolben sind sicherlich nicht immer erforderlich. Ehrgeizige Heimwerker werden auch sicherlich diese Werkzeuge irgendwann brauchen. Für aufwändigere Konstrukt­ionen muss der Maschinenpark ausgeweitet werden. Eine Tischkreissäge, Hobelmaschine oder ein kompakter Kompressor dürfen dann nicht fehlen. Eine hilfreiche Übersicht zum Angebot an Werkzeugen haben wir im Onlineshop unter www.e-special-shop.de entdeckt, welche es erleichtert, die Orientierung zu behalten und das benötigte Equipment zu finden. Neben einfachen Werkzeugen wie Seitenschneidern, Sägen, Pinseln und Schraubendrehern ist das umfangreiche Sortiment an Elektrozubehör zu erwähnen, auf das sich der Versandhandel spezialisiert hat.

Sowohl bei Bohrmaschinen als auch bei anderen Gerätschaften sind akkubetriebene Modelle empfehlenswert. Aufgrund des fehlenden Kabels sinkt das Unfallrisiko und die Bedienung wird komfortabler. Neuheiten im Werkzeugmarkt wurden im hr-fernsehen vorgestellt. Im Video erläutert ein Fachmann unter anderem auf welche Merkmale bei der Anschaffung zu achten ist.

Vorsicht Unfallgefahr!

Blaue Daumen, tiefe Schnittwunden oder Verletzungen an den Augen — das sind nur einige der wenigen Verletzungen, die Heimwerkern zu schaffen machen. Bis zu 300.000 Unfälle sind es laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) pro Jahr. Darunter auch verheerende Fälle von abgetrennten Gliedmaßen durch Maschinen wie Kreissägen oder ähnliches. Daher ist Heimwerkern dringend davon abzuraten, sich ohne entsprechende Schutzmaßnahmen an die Arbeit zu machen. Keinesfalls sollten die Gefahren unterschätzt werden, die bereits bei den scheinbar harmlosesten Werkzeugen bestehen. Unbedingt zu vermeiden sind herumliegende Kabel. Sie stellen eine erhebliche Stolpergefahr da, womit wiederum andere Risiken einhergehen. Auch Sägeblätter, scharfe Messer oder spitze Werkzeuge sollten nicht überall herumliegen, sondern aufgeräumt in Werkzeugkisten aufbewahrt werden. Dabei ist ein Ordnungssystem ratsam, das vermeidet, dass beim Griff in die Kisten Verletzungen zustande kommen.

Pflege der Werkzeug-Ausrüstung

verschiedene_werkzeuge.jpgWerkzeuge benötigen gleichermaßen Pflege wie Küchengeräte oder anderweitiges Equipment mit funktionellen Eigenschaften. Staub und sonstige Verschmutzungen sollten nach jedem Projekt und bei dauerhafter Projektarbeit nach jedem Arbeitstag gründlich entfernt werden. Schmutz kann Maschinen überhitzen, Werkzeuge rosten lassen und die Arbeit damit erschweren. Hinzu kommt, dass das Heimwer­kern mit sauberer Ausrüstung mehr Freude bereitet. Bei einfachen Gegenständen wie Schraubendrehern oder Zangen reicht es völlig aus, diese regelmäßig mit sauberen Tüchern abzuwischen und für eine trockene Lagerung zu sorgen. Elektrogeräte wie Akkuschrauber oder Bohrmaschinen dagegen benötigen mehr Auf­merksamkeit. Die Bedienungsanleitungen geben Aufschluss übe die notwendigen Pflegemaßnahmen um ein Höchstmaß an Langlebigkeit zu gewährleisten.

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