Die neue DIN 18065: Für die Sicherheit von Treppen

Die Anforderungen an Treppenanlagen in Bezug auf ihre sichere Begehbarkeit sind in der DIN 18065 festgelegt. Diese Norm wurde nun überarbeitet, inhaltlich verbessert, anwenderfreundlicher gestaltet und umstrukturiert. „In der DIN 18065 werden Begriffe, Messregeln, Hauptmaße und Toleranzen für Treppen im Bauwesen festgelegt“, so Dipl.-Ing. Heinz Lammers, Technischer Leiter bei der Treppenmeister Partnergemeinschaft und selbst Mitglied im Normenausschuss. „Alle Treppenhersteller müssen sich seit jeher an diese Regel halten“, erklärt Lammers. So ist es auch für ihn selbstverständlich, dass für die Partner regelmäßig Schulungen und Weiterbildungen statt finden. „So wird gewährleistet, dass unsere Partner und deren Mitarbeiter nach dem neuesten Stand der Technik fertigen.“

treppentabelle.jpg

Die Neuerungen in der DIN 18065 betreffen beispielsweise Angaben von Laufbreite, Steigung und den Auftritt in mm sowie die Darstellung der Max- und Min-Werte. Diese in der Tabelle angegebenen Werte müssen eingehalten werden und dürfen auch durch Fertigungs- und Einbautoleranzen nicht über- bzw. unterschritten werden.

Wohngebäude mit max. 2 Wohnungen und Treppen innerhalb von Wohnungen
Treppenart nutzbare Laufbreite (cm) Steigung s (mm) Auftritt a (mm)
min max min max
baurechtlich
notwendige
Treppe
80 140 200 230 370
baurechtlich
nicht notwendige
Treppe
50 140 210 210 370

Bei gewendelten Treppen ist die gleichmäßige Verziehung der Stufen wichtig. So dürfen beispielsweise im geraden Teil eines gewendelten Treppenverlaufes höchstens bis zu einer Länge von 3,5 Auftritten gewendelte Stufen angeordnet werden. Spätestens dann muss eine gerade Stufe folgen.

Die Radien für Gehbereich und Lauflinie müssen vom Treppenplaner durch die neuen Regeln deutlich vergrößert werden, was zu einer erheblichen Verbesserung der Begehbarkeit bei gewendelten Stufen führt. Die Nutzung der Treppen wird dadurch wesentlich sicherer.

Fazit: Wer sich bei der Planung an diese Regeln hält, wird eine gute und sicher zu begehende Treppe erhalten. Dabei wird klar, dass der Treppenbau nach wie vor alles andere als ein Do-it-Yourself-Produkt ist. „Wir sind von der neu überarbeiteten DIN-Norm überzeugt, weil sie für die sichere Begehbarkeit einer Treppe sorgt und so die in Deutschland jährlich etwa 1000 Treppenstütze mit Todesfolge reduzieren hilft“, so Lammers.

Ausführliches über alle sicherheitsrelevanten Themen rund um die Treppe und praktische Planungshinweise enthält der Ratgeber "Treppen-ABC", der kostenlos angefordert werden kann über die Treppenmeister Partnergemeinschaft, Abteilung 7114, Emminger Str. 38, 71131 Jettingen.

Mehr Informationen unter www.treppenmeister.de.